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Sport für Menschen mit Behinderung

Zwei Läufer
Bild: ISTAF / camera4

Sport schafft Gelegenheiten des Aufeinandertreffens, des gemeinsamen Erlebnisses und fördert Netzwerke zu Menschen in ähnlichen Lebenssituationen. Deshalb bietet Sport auch für Menschen mit Behinderungen die Gelegenheit zur besseren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Vielfältige Angebote in Vereinen, aber auch sportliche Events und die Erfolge der Athletinnen und Athleten mit Handicap fördern nicht nur die Sportbegeisterung, sondern tragen auch zu einem stärkeren Bewusstsein für den Behindertensport und die Inklusion bei.

Breiten- und Freizeitsport

Rohlstuhlball
Bild: BSBerlin / Tank

Die breitensportliche Entwicklung des Behinderten-Sportverbands Berlin e. V. ist beachtlich. So ist die Mitgliederzahl im Verband über die Jahrzehnte auf mehr als 25.000 Mitglieder angewachsen. Insgesamt sind rund 200 Sportorganisationen im Verband organisiert. Damit ergeben sich für Menschen mit Behinderungen weiter zunehmend Möglichkeiten zur eigenen sportlichen Betätigung. Im Sinne der Inklusion und des Gesundheits- und Rehabilitationssports bietet der Verband auch Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind, oder auch Menschen ohne Beeinträchtgungen ein sportliches Dach.

Große Sportveranstaltungen und paralympischer Spitzensport

Frau im Rollstuhl spielt Basketball
Bild: Dan Race / Fotolia.com

Auch im Sport für Menschen mit Behinderungen sind Spitzenleistungen nicht ohne eine qualitätvolle Basis im Breitensport realisierbar. Gerade die herausragenden Leistungen und die positive öffentliche Wahrnehmung schaffen jedoch einen wichtigen Anreiz für viele, selbst aktiv zu werden. Jedes Jahr finden in Berlin bedeutende Veranstaltungen für Menschen mit Behinderungen statt, von denen einige vom Land Berlin gefördert werden. Dazu gehörten zum Beispiel die Internationalen Deutschen Meisterschaften in der Leichtathletik, die Europameisterschaft im Blindenfußball, sowie auch die German Open im Rollstuhltennis. Seit dem Beginn der Corona-Panedmie kam es jedoch auch in diesem Bereich zu Zwangspausen, bzw. einer nur sehr eingeschränkten Durchführung von Wettkämpfen.

Die Berliner paralympischen Sportlerinnen und Sportler zählen zu den erfolgreichsten in Deutschland, die auch bei Paralympischen Spielen immer wieder mit Erfolgen und großartigen Leistungen glänzen. Eine der herausragendsten Akteure des Behindertensports in Berlin war sicher Marianne Buggenhagen, die allein neuen Goldmedaillen bei Olympischen Sommerspielen und über 120 nationale und Internationale Titel errang. Aktuell gehören z.B. Elina Krawzow (2 Weltrekorde bei den IDM Para-Schwimmen 2020), Leichtathlet Ali Lacin, Para-Kanut Tom Kierey, sowie Rollstuhltennisspielerin und dreifache Teilnehmerin bei den Paralympics Katharina Krüger zu den namhaften Akteuren im paralympischen Sport.

Special Olympics World Games Berlin 2023

Link zu: Special Olympics World Games Berlin 2023
Bild: SOD/KIahn

Die Sportmetrople will mit dieser weltgrößten inklusiven Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung ein wichtiges Zeichen für die Inklusion in der Gesellschaft setzen. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für das Sportereignis. Alle Informationen dazu kompakt. Weitere Informationen

Jugend trainiert für Paralympics

Der Bundeswettbewerb JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPICS ist ein Schulmannschaftswettbewerb, an dem sich inzwischen alle 16 Länder der Bundesrepublik Deutschland beteiligen können. Die ersten Pilotwettbewerbe JTFP fanden 2010 im Rahmen eines Probelaufs mit neun Bundesländern statt. Seit 2012 wird auf Beschluss des Vorstandes der Deutschen Schulsportstiftung der Wettbewerb JTFP in Anlehnung an den Schulsportwettbewerb JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA (JTFO) jährlich für Schulmannschaften aller Bundesländer ausgeschrieben. Derzeit sind folgende Sportarten in das Programm JTFP integriert: Leichtathletik, Schwimmen, Tischtennis, Rollstuhlbasketball, Skilanglauf, Fußball. An den Bundesfinalveranstaltungen nehmen die jeweiligen Landessieger teil oder Schulen, die vom jeweiligen Kultusministerium direkt gemeldet werden. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der Deutschen Schulsportstiftung, Zuwendung der Bundesländer, des DBS, der Sponsoren sowie einer Bundesförderung aus Sportfördermittel (BMI). Der Wettbewerb ist bei den Anstrengungen für die Inklusion derzeit Vorreiter: Die “Jugend trainiert für Olympia” und “Jugend trainiert für Paralympics” Wettbewerbe finden in der Regel gemeinsam statt. Wegen der Corona-Pandemie mussten die Wettbewerbe jedoch ausfallen.