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Katastrophen

Person in Schutzanzug verlässt ein Dekontaminationszelt
Bild: frankoppermann / Fotolia.com

Was ist eine Katastrophe?

Katastrophen sind besondere Schadensereignisse, die zu einer gegenwärtigen Gefahr für das Leben oder die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen, für die Umwelt oder für sonstige bedeutsame Rechtsgüter führen und von den für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden mit eigenen Kräften und Mitteln nicht angemessen bewältigt werden können.

Sie unterscheiden sich von anderen Schadensereignissen durch den Umfang ihrer Auswirkungen bzw. der Schwierigkeit ihrer Bekämpfung. Schadensereignisse, die die Schwelle zur Katastrophe überschreiten, sind in Berlin zwar bisher nicht eingetreten, können aber auch nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Wenn z.B. viele schwierige Schadenslagen mit extremen Wetterlagen und massiven Behinderungen wichtiger Verkehrs- oder Versorgungsinfrastrukturen zusammentreffen kann irgendwann die Grenze der vorplanbaren Abwehrmaßnahmen erreicht werden. Dann könnte z.B. Hilfe von Bundesbehörden oder aus anderen Ländern erforderlich werden.
Zur Überbrückung der Wartezeit ist dann ein Mindestmaß an persönlicher Notfallvorsorge wichtig.

Was ist Katastrophenschutz?

Beim Schutz der Allgemeinheit vor Gefahren und Schäden, die von Katastrophen ausgehen (Katastrophenschutz), handelt es sich um einen Teil der Gefahrenabwehr. Daher ist derjenige, der die Aufgaben der täglichen Gefahrenabwehr wahrnimmt, am ehesten in der Lage, dies auch unter den besonderen Bedingungen einer Katastrophenlage zu tun. Das heißt, die tägliche Arbeit ist zugleich die beste Vorbereitung auf den Katastrophenfall. Mit der Beseitigung von Mängeln und Defiziten, die bei der Abwehr von Alltagsgefahren auftreten, wird auch die Grundlage für eine erfolgreiche Bewältigung von Katastrophen gelegt.

Hinzu kommt, dass derjenige, der mit Gefahrenabwehr täglich zu tun hat, am ehesten einzuschätzen vermag, welche besonderen Anforderungen sich im Katastrophenfall stellen können.

Katastrophenschutzbehörden

Berliner Katastrophenschutzbehörden sind:

  • die Senatskanzlei,
  • die Senatsverwaltungen,
  • die Bezirke,
  • die Berliner Feuerwehr,
  • die Polizei
  • und andere, den Senatsverwaltungen nachgeordnete Behörden, soweit sie Ordnungsaufgaben wahrnehmen:
    • das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin,
    • die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg,
    • das Landesamt für Mess- und Eichwesen Berlin-Brandenburg,
    • das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg,
    • das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten,
    • das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin,
    • das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten,
    • das Landesdenkmalamt Berlin,
    • die Berliner Forsten,
    • das Fischereiamt sowie
    • das Pflanzenschutzamt.

Sie treffen die notwendigen Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Bekämpfung von Katastrophen.

Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung

Die Katastrophenschutzbehörden sind verpflichtet, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen, weil ein Teil der Vorsorgemaßnahmen unter Umständen von einer Behörde nicht allein wahrgenommen werden kann bzw. dies nicht sinnvoll ist.

Der besondere Charakter des Katastrophenschutzes, insbesondere die Unmöglichkeit einer umfassenden und sicheren Gefahrenprognose, sowie die Tatsache, dass die Verwaltung im Notfall als Einheit mit ihren gesamten vorhandenen Mitteln auch über bestehende Zuständigkeiten und Zweckbestimmungen hinaus tätig werden muss, erfordert schon in der Planung eine über das normale Maß hinausgehende gegenseitige Abstimmung. Aus diesem Grund sind in der Senatsverwaltung für Inneres durch das Katastrophenschutzgesetz – KatSG Berlin – zusätzliche besondere Aufgaben des Katastrophenschutzes auf Landesebene übertragen. Diese sind erforderlich, um eine wirksame Katastrophenvorsorge in den einzelnen Katastrophenschutzbehörden und aufeinander abgestimmte Vorsorgemaßnahmen im gesamten Stadtgebiet zu gewährleisten. Dazu gehört auch, einen Überblick über die getroffenen Vorsorgemaßnahmen und die im Katastrophenfall zur Verfügung stehenden Kräfte und Mittel zu verschaffen. Die darüber hinausgehende Pflicht der Senatsverwaltung für Inneres, für die Abstimmung der Vorsorgemaßnahmen sowie die Zusammenarbeit und die Beratung der Katastrophenschutzbehörden zu sorgen, ändert nichts daran, dass die Verantwortung für die Vorsorgemaßnahmen bei den Katastrophenschutzbehörden liegt.

Zentrale Einsatzleitung

Zur Koordinierung zwischen Gemeinsamen Einsatzleitungen (der Berliner Feuerwehr) einerseits sowie den betroffenen Verwaltungen und übrigen Mitwirkenden andererseits wird im Katastrophenfall die Zentrale Einsatzleitung einberufen. Sie besteht aus Mitgliedern der fachlich bzw. örtlich betroffenen Katastrophenschutzbehörden und anderen Mitwirkenden.