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Berlinweite Katastrophenschutz-Leuchttürme als Informationsquelle und Anlaufstelle

Pressemitteilung vom 06.08.2020

Für den Katastrophen- oder Krisenfall vorbereitet zu sein, heißt Vorsorge treffen. In den vergangenen Jahren haben sich die Gefahrenpotentiale verändert. Nicht zuletzt der Stromausfall in Treptow-Köpenick im Jahr 2019 sowie die Corona-Pandemie zeigen deutlich, dass die Bewältigung von Krisensituationen zu unserem Leben gehört. Es gilt bestmöglich vorbereitet zu sein.

„Insbesondere während einer Krise müssen Informationen verbreitet und für alle abrufbar sein. Umso wichtiger ist es, bei länger andauernden Krisensituationen notwendige Anlaufstellen und Informationsquellen nah an den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen. Das ist ein wesentlicher Aspekt, den wir aus dem Stromausfall in Köpenick gelernt haben. Mit den Katastrophenschutz-Leuchttürmen schaffen wir solche Orte“, sagt Innensenator Andreas Geisel.

Gemeinsam mit den Bezirken sollen nun die Katastrophenschutz-Leuchttürme in den kommenden Monaten eingerichtet werden. Diese überwiegend notstromversorgten „leuchtenden Inseln“ sollen als zentrale Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger dienen. Über sie können im Krisenfall relevante Informationen der Behörden abgerufen und zuverlässig an die Bevölkerung weitergeleitet werden. So werden lagebezogene Auskünfte, z.B. über aktuell geöffnete Apotheken, Notunterkünfte oder elektrische Ladestationen, zur Verfügung gestellt. Diese Auskünfte werden durch persönliche Beratung, Großmonitore oder Aushänge sichergestellt. Zudem werden an dieser Stelle auch Hilfsangebote aus der Bevölkerung gesammelt und koordiniert.

Es ist geplant, zeitnah mindestens 24 Katastrophenschutz-Leuchttürme über alle Bezirke hinweg und verteilt im gesamten Stadtgebiet einzurichten. Perspektivisch soll es bis zu 38 dieser Anlaufstellen geben. Die Katastrophenschutz-Leuchttürme sollen in festgelegten bezirklichen Räumlichkeiten errichtet werden. Die Standortauswahl treffen die Bezirke. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport finanziert die Einrichtung der Grundausstattung (bspw. Großbildschirme, mobile PC, WLAN-Hotspot, Beschilderung). Dafür stehen insgesamt rund 450.000 Euro zur Verfügung.

Heute wurde gemeinsam zwischen der Innenverwaltung und den Bezirksbürgermeisterinnen und Bezirksbürgermeistern bzw. Vertretungen das gemeinsame Vorhaben erörtert und weitere Schritte abgestimmt.

Unabhängig davon hat die für die Koordination des Katastrophenschutzes in Berlin zuständige Senatsverwaltung für Inneres und Sport in den vergangenen Monaten die Katastrophenvorsorge überprüft und auch die Zusammenarbeit mit den Katastrophenschutzbehörden und Hilfsorganisationen intensiviert.
Dazu Andreas Geisel: „Wir haben eine Reihe von Maßnahmen angestoßen und umgesetzt, um den Katastrophenschutz in Berlin noch besser aufzustellen. Den Hilfsorganisationen stellen wir für ihre Arbeit im Katastrophenschutz in diesem Jahr 700.000 Euro und im nächsten Jahr mehr als eine Million Euro zur Verfügung. Damit wird unsere Unterstützung mehr als verzehnfacht. Außerdem beschaffen wir im Moment Digitale Meldeempfänger, damit die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen schnell und unkompliziert alarmiert werden können. Und weiterhin steht die Novellierung des Katastrophenschutzgesetztes kurz vor dem Abschluss. Einen entsprechenden Entwurf werde ich in wenigen Wochen im Senat vorstellen.“