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Hackern und Viren die Stirn bieten: IT-Nutzung erfolgt auch in Corona-Zeiten sicher und datenschutzkonform

Pressemitteilung vom 11.05.2020

Hacker sind unablässig aktiv und suchen Möglichkeiten die aktuelle Pandemiephase auszunutzen. Sie hoffen auf die Unachtsamkeit bei der Nutzung von IT, vermehrte Aufmerksamkeit rundum Informationen mit Bezug zu Corona und einen verringerten Schutz der Netze. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat bereits vor und während der Corona-Zeit umfangreiche und vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um sowohl eine datenschutzkonforme, als auch sichere Nutzung der IT vor Ort in den Behörden und im Homeoffice sicherzustellen. Der Schutz gegen Schadsoftware, Datenverlust, Datendiebstahl und Datenmanipulation ist ebenso wichtig, wie der Schutz der Bevölkerung vor Corona durch eine handlungsfähige Verwaltung.

Gerade zu Beginn der Pandemie rückte die Aufgabe, insbesondere das Schlüsselpersonal der Berliner Verwaltung im Homeoffice arbeitsfähig zu machen, an oberste Stelle. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat in mehreren Informationen an die Verwaltungsmitarbeitenden den Handlungsrahmen für sicheres Arbeiten im Homeoffice kommuniziert, und darin deutlich gemacht, welche IT-Ausstattung im Pandemiefall genutzt werden darf und welche nicht. Da auch innovative Lösungen zum Einsatz kommen, gab und gibt es einen intensiven Austausch mit der Datenschutzbeauftragten des Landes Berlin. Der Einsatz von IT in der Berliner Verwaltung erfolgt prinzipiell in enger Zusammenarbeit mit der Datenschutzbeauftragten. Ihre Anregungen und Prüfergebnisse fließen in die Strategie ein, und sichern das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Zudem werden ab voraussichtlich Ende Mai die parallel möglichen Einwahlen für Beschäftigte über sichere VPN-Zugänge um 10.000 auf insgesamt 12.500 erhöht. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um die Verwaltung nicht nur in Krisenzeiten zukunftsorientiert aufzustellen. Darüber hinaus wurde vorübergehend die Nutzung sicherer Bootsticks mit eigenem Betriebssystem in Verbindung mit nutzereigenen Laptops erlaubt. Weitere temporär erlaubte Möglichkeiten für mobiles Arbeiten sind die Nutzung einer speziellen App auf privaten Endgeräten, um gesicherten Zugriff auf dienstliche Mails sowie Kalenderdaten zu erhalten, sowie die Nutzung eines gesicherten Dateitransferdiensts des ITDZ Berlin.

Die intensivere Nutzung von IKT-gestützter Heimarbeit und die Erweiterung der Zugänge zu E-Mails und Kalendern erfordern auch eine erhöhte Sensibilisierung der Beschäftigten. Deshalb wurden auch Sicherheitshinweise für die erforderliche Nutzung privater Internetzugänge im Home-Office, sowie Hinweise zur Sensibilisierung der Beschäftigten gegen Phishing-Mails, die auf Webseiten und Apps mit Inhalten unter Bezug zur Corona-Pandemie gestaltet wurden, gegeben. Um das Berliner Landesnetz zu schützen, wurden unsichere Kontakte zu nicht von der Verwaltung geschützter IT, wie z.B. privaten Speichern in einer Cloud oder auf ungesicherten USB-Sticks, verboten. Auch die dienstliche Nutzung von einigen sicherheitskritischen Messenger-Diensten, wie beispielsweise WhatsApp, wurde untersagt.

Der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ist auch im Homeoffice wichtig. Zusammenkünfte und Besprechungen finden größtenteils entweder mithilfe von Telefon- oder Videokonferenzen statt. Um dem zunehmenden Bedarf zur Durchführung von Videokonferenzen gerecht zu werden, können Verwaltungsmitarbeitende während der Pandemiephase einen datenschutzkonformen Videotelefonie-Dienst nutzen. Damit können über PCs, Laptops, Tablets und Smartphones (als App) Videokonferenzen mit begleitender Chat-Funktion und Screensharing durchgeführt werden. Das eingesetzte Produkt ist ein Open Source Produkt und die Bereitstellung für die Berliner Verwaltung erfolgt entsprechend den Anforderungen des Datenschutzes und des BSI-Grundschutzes.

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport beabsichtigt zudem, die allgemeine mobile Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten auch nach Beendigung der Corona-Krise deutlich auszubauen und wird hierzu die landesweite Mobilgeräte-Strategie anpassen. Um zunehmend eine ortsunabhängige Arbeit zu ermöglichen, ist beabsichtigt, die Ausstattung mit Laptops als neuen Landes-Standard für die IKT-Ausstattung festzulegen. Die Einrichtung stationärer PCs wäre demnach künftig die Ausnahme. Im Sinne einer „One Device“-Strategie soll für Büro-, Heim-, und Mobilarbeit jeweils das gleiche Gerät (Laptop) zum Einsatz kommen, welches dann um Peripheriegeräte zum ergonomischen Arbeiten ergänzt würde (z.B. Docking Stationen und externe Bildschirme). Diese Strategie bedient neben dem Ziel des ortsunabhängigen Arbeitens insbesondere auch Ziele der Wirtschaftlichkeit und des Umweltschutzes (Vermeidung der Anschaffung von Zweit- und Drittgeräten) sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.