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Konzept zur Stärkung der Polizeipräsenz

Pressemitteilung vom 11.12.2020

Heute Mittag haben Innensenator Andreas Geisel und Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik ein Konzept zur Stärkung der bürgernahen und kiezorientierten Polizeipräsenz vorgestellt. Mit der Konzeption, die den Namen Kontaktbereichsdienst 100, abgekürzt KoB 100, trägt, baut die Polizei Berlin ihre Erreichbarkeit weiter aus und erhöht ihre Präsenz – nach den innerstädtischen Brennpunkten durch die Brennpunkt- und Präsenzeinheit – nun auch in Kiezen außerhalb des S-bahnrings.

Dazu Berlins Innensenator Andreas Geisel: „KoB 100 bedeutet Polizei für Kieze. Ansprechbar, bürgernah und präsent. Zu 100 Prozent. Die Arbeit der Polizei steht für mehr Kiez, mehr Sichtbarkeit und mehr Präsenz. Die Aufgaben, die die Kontaktbereichsbeamtinnen und –beamten wahrnehmen, sind ein großer Mehrwert für alle Anwohnerinnen und Anwohner in den Quartieren. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass sich unsere Polizeikräfte mit ihrem Umfeld bestens auskennen. Und wie wichtig feste Ansprechpartner von Seiten der Polizei im eigenen Wohnumfeld sind. Das schafft vor allem Vertrauen. Auf beiden Seiten.“

„Seit Jahrzehnten gibt es sie, die Kontaktbereichsbeamtinnen und -beamten – bürgernah, aufgeschlossen, beratend, mit ihren Kiezen mitgewachsen. Ich kann mich selber noch gut an den bei mir zuständigen Kontaktbereichsbeamten erinnern und verbinde ein Gefühl der Sicherheit mit ihm. Dieses Gefühl und diese Sicherheit stärken wir mit der aktuellen Konzeption, denn neben den unzähligen eilbedürftigen, kleinen und großen Einsätzen, die wir als Hauptstadtpolizei bewältigen, dürfen wir nicht vergessen, immer wieder – im wahrsten Sinne des Wortes – einen Schritt auf die Menschen in Berlin zuzugehen, ihnen zuzuhören, für sie da zu sein“, ergänzt Frau Dr. Slowik.

Kontaktbereichsbeamtinnen und -beamte sind seit 1975 Bestandteil polizeilicher Präsenz. In Zeiten begrenzter Ressourcen waren sie aber gezwungen, mehr und mehr andere Aufgaben, unter anderem im Funkwageneinsatzdienst, zu übernehmen. In vielen Bereichen Berlins sind sie daher für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr in der Intensität wahrnehmbar gewesen wie zuvor. Das soll sich nun mit diesem Konzept ändern. Es sieht vor, dass die Kontaktbereichsbeamtinnen und -beamten ihre Aufgaben zu 100 Prozent in hauptamtlicher Funktion wahrnehmen: Im Rahmen ihrer Fußstreifen insbesondere Kontakt zu und den Austausch mit den Menschen im Kiez, denen, die dort wohnen und arbeiten, suchen, aber auch für die Verkehrsunfall- und Kriminalitätsprävention, die Verkehrsüberwachung sowie den Schutz von kleinen Veranstaltungen in ihrem Bereich Sorge tragen. Darüber hinaus bieten die Kontaktbereichsbeamtinnen und -beamten, wenn es erforderlich erscheint, Hilfeleistungen, also zum Beispiel Beratungen, Informationen oder das Herstellen bzw. Vermitteln von Verbindungen zu anderen Behörden oder sonstigen Stellen.

Die Umsetzung des Konzepts erfolgt im Rahmen eines zweiphasigen Pilotmodells. Zunächst werden die Mitarbeitenden der Abschnitte 12 (Frohnau, Hermsdorf, Wittenau, Waidmannslust, Lübars, Märkisches Viertel), 21 (Falkenhagener Feld, Spandauer Neustadt, die Altstadt, Ruhleben), 36 (Köpenick) und 48 (Britz, Buckow, Gropiusstadt, Rudow) ihren Kontaktbereichsdienst in hauptamtlicher Funktion aufnehmen. In der zweiten Phase wird die Erprobung auf weitere Abschnitte ausgedehnt sowie die Anzahl der Erprobungsbereiche erhöht. Der einjährige Probelauf beginnt heute und wird voraussichtlich am 1. April 2021 mit Beginn der Phase 2 fortgesetzt.

Die Stärkung des Kontaktbereichsdienstes ist neben dem Einsatz von mobilen Wachen und dem spürbaren Ausbau der Fahrradstreifen ein weiterer wesentlicher Baustein, um die Erreichbarkeit und die Präsenz der Polizei Berlin weiterhin zu verbessern und zu stärken.