„Wir dürfen nicht leiser werden im Kampf gegen die Antisemiten in diesem Land“

Pressemitteilung vom 09.08.2019

Innenstaatssekretär Torsten Akmann nimmt an Solidaritätsgebet teil

Nach den antisemitischen Attacken auf Rabbiner Yehuda Teichtal und sein Kind hat das Jüdische Bildungszentrum Chabad Lubawitsch an diesem Freitag zu einem Solidaritätsgebet eingeladen, an dem auch Innenstaatssekretär Torsten Akmann teilnehmen wird.
„Wir dürfen nicht leiser werden im Kampf gegen die Antisemiten in diesem Land. Jede Form der Menschenverachtung widerspricht dem Selbstverständnis Berlins, das auf Freiheit, Toleranz und einem friedlichen gesellschaftlichen Miteinander basiert“, sagte Torsten Akmann im Vorfeld des Gebets.
Wenn Jüdinnen und Juden in unserer Mitte angefeindet würden, sei das eine Angelegenheit der gesamten Stadtgesellschaft, so Berlins Innenstaatssekretär. „Es ist völlig unerheblich, aus welcher politischen, ideologischen oder religiösen Motivation heraus antisemitische Straftaten begangen werden. Keine einzige Tat ist entschuldbar.“

Der Berliner Senat hat in der Landeskonzeption zur Weiterentwicklung der Antisemitismus-Prävention verschiedene Strategien in allen relevanten Handlungsfeldern entwickelt. Für die Sicherheitsbehörden gehört zu einer umfassenden Strategie gegen Antisemitismus neben der konsequenten Strafverfolgung auch der angemessene Umgang mit Menschen und Organisationen, die von Antisemitismus betroffen und Opfer antijüdischer Straftaten geworden sind.

Unter der Federführung des Staatssekretärs für Inneres wird künftig ein regelmäßig tagender „Runder Tisch gegen Antisemitismus“ eingerichtet, der über Sicherheits- und Präventionsfragen beraten soll. An dem Runden Tisch werden neben der jüdischen Gemeinde und weiterer jüdischer Organisationen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft auch die Sicherheitsbehörden teilnehmen. Der Runde Tisch soll auch anlassbezogen zu einem schnellen Informationsaustausch beitragen.
„Berlin muss beim Kampf gegen den Antisemitismus eine Vorreiterrolle einnehmen. Aus diesem Grund wird auch unsere Polizei in Kürze einen eigenen Antisemitismusbeauftragten vorstellen“, sagte Innenstaatssekretär Torsten Akmann am Freitag.