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Beratungsnetzwerk Queraufstieg: Berlin und weitere Bundesländer unterstützen Studienabbrechende bei der Suche nach Ausbildungsstellen

Pressemitteilung vom 27.05.2021

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Der Fachkräftemangel wird für immer mehr Betriebe zu einer Herausforderung. Es fehlen aber nicht nur erfahrene Expertinnen und Experten, es bleiben auch zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig brechen nach Berechnungen des Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) bundesweit etwa 27 Prozent der Bachelorstudierenden ihr Studium ab. Um jungen Menschen in dieser Situation Informationen zu beruflichen Alternativen sowie Angebote zur Beratung zu machen, haben die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen das „Beratungsnetzwerk Queraufstieg“ gestartet.

Arbeitssenatorin Elke Breitenbach: „Seit Jahren zeichnet sich ein Fachkräftemangel in Berlin ab. Jedes Jahr finden zahlreiche Jugendliche keinen Ausbildungsplatz. Dabei bietet gerade der Berliner Arbeits- und Ausbildungsmarkt mit seinen vielen klein- und mittelständischen Unternehmen interessante Ausbildungsstellen, die oft unbesetzt bleiben. Studienabbrecherinnen und -abbrecher mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen können die Nachwuchskräfte von morgen sein. Daher arbeiten wir eng mit unseren Partnern daran, diese jungen Menschen mit Informationen und individueller, professioneller Beratung in dieser Phase des Übergangs zu begleiten. Wir möchten zeigen, dass eine betriebliche Ausbildung der Startschuss für eine aussichtsreiche Karriere und Zukunft sein kann.“

Um junge Menschen mit Studienzweifeln und Abbruchgedanken in diesem Übergangsprozess gut begleiten zu können, bietet das zunächst drei Jahre laufende Projekt „Beratungsnetzwerk Queraufstieg – vernetzt beraten zum Thema Studienabbruch in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen“ mehrere Angebote: Mit dem neuen Webportal www.queraufstieg.de sollen Beratungsangebote bekannter werden. Interessierte erhalten dort Informationen zur dualen Berufsausbildung und Hinweise, unter welchen Voraussetzungen Studienleistungen angerechnet werden können. Zusätzlich wird sich das aus dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und der MA&T GmbH bestehende Projektkonsortium für die bessere Vernetzung der Akteure innerhalb der Beratungslandschaft– dazu zählen auch Hochschulen, Kammern und Betriebe – einsetzen.

Sabrina Anastasio, Projektkoordinatorin am f-bb: „Wir möchten dazu beitragen, den Studienabbruch zu entstigmatisieren. Die im Studium erworbenen Kompetenzen und Erfahrungen dienen oft als Grundlage für einen neu eingeschlagenen Berufs- und Karriereweg.“

Sarah Rögner, geschäftsführende Gesellschafterin bei MA&T: „Wir wollen die Vernetzung der Beratung über die Bundeslandgrenzen hinweg unterstützen und so ein breites Angebot für die mobile Zielgruppe der Studienzweifelnden und -abbrechenden schaffen.“

Das Projekt wird seit dem 1. Januar 2021 im Rahmen der Initiative Bildungsketten aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Interessierte wenden sich bitte an
Sabrina Anastasio
Projektkoordination Beratungsnetzwerk Queraufstieg
Forschungsinstitut Berufliche Bildung f-bb gGmbH
Tel: +49 30 417 4986-42
Mail: sabrina.anastasio@f-bb.de