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Senatorin Breitenbach: Opfer vom Breitscheidplatz erhalten weiter Hilfen und Unterstützung

Pressemitteilung vom 11.12.2019

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Am 19.12.2019 jährt sich der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Breitscheidplatz) zum dritten Mal. Der Attentäter hatte einen LKW absichtlich in die Menge gesteuert. Dabei tötete er 11 Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsmarktes. Weitere 55 Menschen wurden verletzt. Der Berliner Senat leistete damals und bis heute Hilfe und Unterstützung für die Opfer, unter anderem durch Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG).

Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach: „Bei der Bundesregierung haben wir erwirkt, dass diese Menschen Entschädigungen nach dem Opferentschädigungsgesetz erhalten. Bis dahin waren laut Gesetz Opfer von Angriffen mit einem Kraftfahrzeug vom Opferentschädigungsgesetz ausgeschlossen. So erhalten die Betroffenen und ihre Angehörigen bis über den heutigen Tag hinaus diese Leistungen. Schmerz und Leid können durch Geld nicht gelindert werden, aber wenigstens und hoffentlich können diese Entschädigungen den Opfern und den Hinterbliebenen dabei helfen, mit Unterstützung wieder in einen Alltag zurückzufinden.“

193 Anträge auf Entschädigung sind bis heute beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) eingegangen. 14 Anträge, die erst später eingingen, sind noch in Bearbeitung.

Der Grad der Schädigungsfolgen (GdS) bei den Antragstellern reicht von unter 25 bis zu 100. Die Leistungen aus dem Opferentschädigungsgesetz umfassten und umfassen unter anderem Leistungen der Heil- und Krankenbehandlung, monatliche Rentenleistungen für Geschädigte ab einem GdS von 30, Hinterbliebenenrente oder Bestattungsgeld. Weitere Zahlungen erfolgen im Rahmen von Fürsorgeleistungen (einmalige Beihilfen, Hilfe zum Lebensunterhalt, KFZ-Beihilfe, Erziehungsbeihilfe).