Senatorin Breitenbach zum Equal Pay Day 2019 am 18. März: „Frauen arbeiten nicht umsonst – sie werden ungerecht bezahlt!“

Pressefoto zum Equal Pay Day 2019
Bild: BPW Germany Sandra Weller
Pressemitteilung vom 14.03.2019

Zum Equal Pay Day erklärt Berlins Arbeitssenatorin Elke Breitenbach:

„In Berlin sind Frauen gegenüber Männern beim durchschnittlichen Bruttostundenverdienst immer noch um rund 14 Prozent benachteiligt. Das belegen die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2018. Damit ist der Lohnunterschied gegenüber dem Vorjahr sogar noch um einen Prozentpunkt angestiegen. Das ist nicht länger hinnehmbar! Schließlich ist der Wert der Arbeit geschlechterneutral. Deshalb müssen Frauen und Männer gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten und der Lohnunterschied (Gender Pay Gap) muss endlich verschwinden. Deutschlandweit liegt er sogar bei 21 Prozent. Seit Jahresbeginn und bis zum 18. März arbeiten Frauen in Deutschland rein rechnerisch „umsonst“, übersetzt heißt das: Sie werden um den Lohn, der ihnen zustünde, betrogen.

Europaweit und überall in Deutschland setzen sich Frauen, Gewerkschaften und viele Organisationen dafür ein, dass endlich Lohngerechtigkeit hergestellt wird. Das Thema ist stärker im gesellschaftlichen Bewusstsein angekommen und die Unterstützung wächst. In der Arbeitswelt selbst ist der Lohnunterschied bei der Bewertung von weiblicher und männlicher Erwerbstätigkeit in der alltäglichen Praxis noch zementiert. Wir müssen uns alle dafür einsetzen, dass sich das bald ändert. Die Gleichstellung von Mann und Frau ist zwar grundgesetzlich garantiert, aber kein Automatismus. Das zeigt die Lebenswirklichkeit.

In den einzelnen Branchen und Berufen existieren nach wie vor unterschiedliche Verdienstniveaus und Verdienstentwicklungen. Oft arbeiten Männer in Berufen, die besser entlohnt werden. Berufe in der Pflege oder bei der Kinderbetreuung, in denen größtenteils Frauen tätig sind, werden schlechter bezahlt. Hier braucht es dringend eine Neubewertung dieser gesellschaftlich relevanten Arbeit!“