Schichtwechsel auch für Senatorin Elke Breitenbach

Pressemitteilung vom 25.09.2018

Am 11. Oktober ist wieder Schichtwechsel! Beschäftigte aus den 17 Werkstätten für behinderte Menschen tauschen ihren Arbeitsplatz mit Mitarbeitenden aus Berliner Unternehmen, Kultureinrichtungen, Stiftungen und der Verwaltung. Nach dem erfolgreichen ersten Schichtwechsel 2017 beteiligen sich wieder viele an der Aktion, unter anderem die Polizei Berlin, die Berliner Wasserbetriebe, Siemens, die BVG und die Alice Salomon Hochschule. Durchgeführt wird der Schichtwechsel von der Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Berlin e. V. (LAG WfbM) und der LAG Werkstatträte.

Auch Senatorin Elke Breitenbach macht beim Schichtwechsel mit. Sie wird an diesem Tag in die Floristik der USE in der Oranienstraße 26 wechseln. Sie tauscht mit Christian Heinrich, der jetzt im Werkstattrat tätig ist und zuvor in der Floristik gearbeitet hat. Die Senatorin wird in den üblichen Tagesablauf der Floristik eingebunden. Das reicht von der Vorbereitung der Blumenlieferungen bis zur Gestaltung von Blumengestecken.

Die Senatorin: “Ich freue mich, in diesem Jahr selbst aktiv dabei sein zu können. Die Perspektive und die Sichtweise verändern sich. Das wird vielen Beteiligten so gehen. Der Schichtwechsel bietet die Möglichkeit, ein bislang unbekanntes Arbeitsfeld kennenzulernen und die Potenziale des Anderen zu erkennen. Die Aktion findet immer breitere Unterstützung. Das ist gut. Sie macht deutlich, was Menschen mit Behinderung täglich leisten und wie hoch ihre Motivation ist.“

17 Werkstätten, 120 Arbeitsbereiche, 10.000 Beschäftigte
Die 17 Werkstätten in Berlin sind Orte der Kreativität und wirtschaftlichen Innovation. Im Mittelpunkt der Angebots- und Arbeitsgestaltung stehen die rund 10.000 Beschäftigten mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen. Sie fertigen in inklusiver Arbeit hochwertige Produkte wie z. B. Designlampen, Bonbons und Umhängetaschen. Privaten, gewerblichen und öffentlichen Kunden bieten die Werkstätten außerdem ein breites Spektrum an professionellen Dienstleistungen an. Ob Malerarbeiten, Mediendigitalisierung, Verpackung, gastronomische Angebote oder Catering – die Beschäftigten realisieren individuelle Wünsche ebenso wie die Komplettabwicklung komplexer Aufträge als DIN EN ISO zertifizierte Lieferanten der Industrie. Mit einem jährlichen Gesamtumsatz von mehr als 35 Millionen Euro leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Berliner Wirtschaftskraft.

Bettina Neuhaus, Geschäftsführerin der LAG WfbM, will dafür mehr Bewusstsein schaffen: “Nur wenige haben eine Vorstellung von den Leistungen und den anspruchsvollen Tätigkeiten und Produkten, die in den Werkstätten mit ihren 120 unterschiedlichen Arbeitsbereichen erbracht werden. Das wollen wir mit dem Schichtwechsel ändern.”

LAG WfbM und LAG Werkstatträte
Der Schichtwechsel wird von der LAG WfbM Berlin e. V. und der LAG Werkstatträte Berlin ausgerichtet. Die LAG WfbM ist ein Zusammenschluss der 17 Werkstätten in Berlin, die mit einer großen Auswahl an Arbeits-, Bildungs- und Fördermöglichkeiten über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Die Werkstatträte sind die gewählte Interessenvertretung der Werkstattbeschäftigten in Berlin. Sie sichern den Selbstvertretungsanspruch von rund 10.000 Menschen mit Behinderung. Beide Partner arbeiten gemeinsam daran, Begegnungen zu schaffen und über Menschen und ihre Leistungen in den Werkstätten aufzuklären. Für die Initiierung des Schichtwechsels 2017 erhielten sie den „exzellent“– Sonderpreis, der von der BAG WfbM vergeben wird. Das Konzept habe ausreichend Kraft und Ideen, um aus der Berliner Aktion eine bundesweite zu machen, hieß es in der Begründung der Jury. Die LAG WfbM arbeitet indes an einem bundesweit durchführbaren Konzept für den Aktionstag.

Die Website www.schichtwechsel-berlin.de und Facebook bieten weitere Informationen zum Aktionstag und zu den Teilnahmemöglichkeiten.

Schichtwechsel wird gefördert von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.

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