Qualifizierte Versorgung von Gewaltopfern – zweiter Standort der Berliner Traumaambulanz eröffnet feierlich am 30. Mai 2018

Pressemitteilung vom 29.05.2018

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Menschen, die Gewalt erlebt haben, können psychisch erkranken und damit über viele Jahre schwere seelische und soziale Folgen erleiden. Sie brauchen Hilfe. In Berlin hat nun der zweite Standort der Traumaambulanz seine Arbeit aufgenommen – in der Friedrich von Bodelschwingh-Klinik in Berlin-Wilmersdorf. Die Einrichtung ist eine Kooperation zwischen dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) und der Friedrich von Bodelschwingh-Klinik auf der Grundlage des Opferentschädigungsgesetzes. Opfer schwerer Gewalttaten und unmittelbare Zeugen von Gewalt, die unter psychischen Belastungssymptomen leiden, erhalten hier qualifizierte Behandlung durch traumatherapeutisch erfahrene Ärzte und Psychologen. Durch den neuen Standort verbessert sich die wohnortnahe Versorgung für den Süden und Westen. Gleichzeitig können mehr Behandlungsplätze angeboten werden und der ständig steigenden Nachfrage schneller entsprochen werden.

Die neuen Räume des Zentrums für Psychotherapie mit Traumaambulanz an der Friedrich von Bodelschwingh-Klinik werden feierlich eröffnet am:

Wann: Mittwoch, dem 30. Mai 2018,
Beginn: 16.00 Uhr
Ort: Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Landhausstraße 33 – 35, 10717 Berlin
(Nahe U-Bahnhof Güntzelstraße)

An der Eröffnung werden auch Sozialsenatorin Elke Breitenbach und der
Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf Reinhard Naumann teilnehmen.

Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, äußert sich zum Engagement des Landes Berlin: „Jede und jeder kann Opfer einer Gewalttat werden. Nach solch einer traumatischen Erfahrung brauchen Betroffene schnelle, unbürokratische und individuelle Hilfe. Trauma-Ambulanzen erbringen solch eine Hilfe. Ich bin froh, dass nun eine zweite therapeutische Einrichtung dieser Art in Berlin eröffnet hat, in der Betroffene durch die Behandlung wieder mehr Lebensqualität erreichen können.“

Im Jahr 2012 wurde die erste Berliner Traumaambulanz eröffnet worden. Viele hundert Betroffene schwerer Gewalttaten konnten seitdem in dieser Institution psychotherapeutische Unterstützung erfahren.