Senatorin Breitenbach: Reinigung in Behörden und Unternehmen zu üblichen Arbeitszeiten heißt: Gute Arbeit für Reinigungskräfte

Pressemitteilung vom 07.05.2018

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales teilt mit:

Das ist eine Geschichte von Guter Arbeit: Vier Reinigungskräfte am Standort Adlershof des Bezirksamtes Treptow-Köpenick führen die Reinigung von Büroflächen nun zu den üblichen Arbeits- und Öffnungszeiten durch. Möglich wurde dies durch eine entsprechende Ausschreibung des Bezirksamtes zur Vergabe der Bestandsreinigung. Der Ausschreibung war eine Umfrage im Bezirksnetzwerk zur Förderung sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Treptow-Köpenick vorausgegangen. Initiiert wurde die Umfrage durch das Projekt Joboption Berlin, das von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert wird und in den Bezirken unter anderem über Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitszeiten in der Gebäudereinigung informiert.

Senatorin Elke Breitenbach: „Gute Arbeit muss in Berlin auch bei der öffentlichen Auftragsvergabe eine entscheidende Rolle spielen. Die Reinigung zu den üblichen Arbeitszeiten trägt deutlich zu verbesserten Arbeitsbedingungen bei und darüber hinaus zum Abbau von Teilzeitarbeit und geringfügiger Beschäftigung. So sollte es auch sein. Mit diesen Arbeitszeiten lassen sich Beruf und Privatleben der Reinigungskräfte miteinander vereinbaren – insgesamt ein guter Schritt in die richtige Richtung. Die ersten Erfahrungen in Treptow-Köpenick zeigen bereits, dass beide Seiten davon profitieren.“

Reinigungskräfte arbeiten in der Regel sehr früh am Morgen, abends oder nachts, also außerhalb der Betriebszeiten der zu reinigenden Gebäude. Die auseinandergerissenen Arbeitszeiten führen dazu, dass Reinigungskräfte oft ein geringes Arbeitszeitvolumen haben und häufiger als in anderen Branchen einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Das hat auch geringere Löhne zur Folge. Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Vollzeit ist bei diesen Arbeitszeiten kaum möglich. Familienzeit und Kindererziehung sind schwer zu vereinbaren und das in einer Branche, in der vor allem Frauen arbeiten.

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