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Senatorin Breitenbach zum Equal Pay Day 2018 am 18. März: „Eine unterschiedliche Entlohnung von Frauen und Männern ist nicht hinnehmbar und nicht zu rechtfertigen.“

Pressemitteilung vom 15.03.2018

Zum Equal Pay Day erklärt Berlins Arbeitssenatorin Elke Breitenbach:

„Auch im Jahr 2018 werden Frauen in Deutschland mit durchschnittlich 21 Prozent weniger Geld entlohnt als Männer. In Berlin liegt diese Lohnlücke (Gender Pay Gap) derzeit bei rund
13 Prozent und damit unter dem bundesweiten Durchschnitt und mit einem Prozentpunkt auch unter dem Berliner Vorjahreswert. Dennoch ist eine unterschiedliche Entlohnung von Frauen und Männern – ganz gleich auf welchem Niveau – nicht hinnehmbar. Der Wert der Arbeit ist geschlechterneutral. Deshalb bleibt die Forderung nach gleichem Lohn für Frauen und Männer weiterhin hoch aktuell.

Nach wie vor existieren ein unterschiedliches Verdienstniveau und eine unterschiedliche Verdienstentwicklung in den einzelnen Branchen und Berufen. Männer arbeiten oft in Berufsfeldern, die besser entlohnt werden. Ich möchte daher Frauen ermutigen, sich stärker für diese Branchen zu interessieren, zum Beispiel für die MINT-Berufe.

Auch in vorrangig von Frauen ausgeübten Berufen wie in der Pflege oder in der Kinderbetreuung werden händeringend Fachkräfte gesucht. Doch die Bezahlung in diesen Bereichen ist niedrig und entspricht noch immer nicht dem Lohn für Gute Arbeit. Hier fehlt es an unternehmerischer, aber auch an gesellschaftlicher Wertschätzung insgesamt. Noch ist die per Grundgesetz garantierte Gleichstellung von Frauen und Männern in der Realität nicht angekommen – schon gar nicht in der Arbeitswelt. Das muss sich so schnell wie möglich ändern.“