Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci: „Absage der ITB war besonders bedeutsame Situation – Auch andere Veranstalter müssen Risikobewertung durchführen“

Pressemitteilung vom 29.02.2020

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci: „Die Absage der Internationalen Tourismusbörse wegen des Coronavirus war eine Entscheidung in einer besonderen Situation. Bei der ITB kommen 10.000 Aussteller aus aller Welt und über 160.000 Besucherinnen und Besucher zusammen. Das Risiko einer Einschleppung und Ausbreitung des Virus ist bei einer solch großen Messe mit einer hohen Personendichte und bei ungenügender Entlüftung stattfindet, gegeben. Deshalb war die Entscheidung, die Auflagen des Gesundheitsamtes zu verschärfen und die Folgerung der Messe Berlin, die ITB abzusagen, richtig. Die Absage der ITB war eine Einzelfallentscheidung. Selbstverständlich muss nicht grundsätzlich jede Veranstaltung abgesagt werden. Jeder Veranstalter muss aber anhand der Kriterien, die gestern der Krisenstab der Bundesregierung beschlossen hat, selber eine Risikobewertung durchführen. Ich appelliere hier an die Veranstalterinnen und Veranstalter, sorgsam abzuwägen und Verantwortung für ihre Besucherinnen und Besucher zu übernehmen, indem sie veranstaltungsbezogen das Risiko bewerten und gegebenenfalls mit den Gesundheitsämtern abstimmen. Wichtig ist, dass der Bevölkerungsschutz immer an erster Stelle steht!“

Die „Allgemeinen Prinzipien der Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlungen für Großveranstaltungen“ des Bundes können hier abgerufen werden:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risiko_Grossveranstaltungen.pdf

Pressekontakt: Lena Högemann,
Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
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