Coronavirus in Berlin

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Senatsverwaltung für Gesundheit veröffentlicht Zahlen zum Masernimpfstatus von Kindern zu Beginn des Kitabesuchs

Masernvirus (Paramyxoviren), Transmissions-Elektronenmikroskopie, Ultradünnschnitt. Maßstab = 200 nm
Bild: Hans R. Gelderblom, Freya Kaulbars. Kolorierung: Andrea Schnartendorff/RKI
Pressemitteilung vom 24.08.2018

Mit der Veröffentlichung von „KURZ INFORMIERT: Masernimpfstatus zu Beginn des Kitabesuchs in Berlin“ informiert die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung darüber, welcher Anteil der Kinder bereits zu Beginn des Kitabesuchs zweimal gegen Masern geimpft war. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt zwei Masernimpfungen im Alter von 11-14 und im Alter von 15-23 Monaten. Damit sollte vor dem Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung (Krippe, Kita) ein altersgemäß vollständiger Impfschutz vorliegen. Berlin hat sich das Ziel gesetzt, Masern bis zum Jahr 2020 zu eliminieren. Damit sich das Virus nicht verbreiten kann, müssen mindestens 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein.

Zwar haben zum Zeitpunkt der Einschulungsuntersuchung in Berlin 92,6 % der Kinder zwei Masernimpfungen erhalten, jedoch erhalten nur rund zwei Drittel der Kinder die Impfungen im empfohlenen Zeitfenster bis zum Alter von zwei Jahren. Mehr als die Hälfte der Berliner Kinder besuchen bereits vor dem dritten Geburtstag eine Kita. Von den Kindern mit Kitabeginn im ersten und Anfang des zweiten Lebensjahres sind im frühestmöglichen Alter von 15 Monaten erst 24 % zweimal gegen Masern geimpft, bis zum Alter von zwei Jahren sind es dann 66,5 %. Das bedeutet, dass ein Drittel der Kinder mit frühem Kitabeginn nicht einmal bis zum empfohlenen Zeitpunkt zwei Masernimpfungen erhält. Die Kinder mit späterem Beginn des Kitabesuchs haben zu 68,9 % bei Kitaeintritt zwei Masernimpfungen erhalten. Besonders niedrige Anteile weisen Kinder der oberen sozialen Statusgruppe (59,2 %) und nicht in Deutschland geborene Kinder (46,6 %) auf. Dabei zeigen sich auch sozialräumliche Unterschiede. In Pankow sind zu Kitabeginn nur 54,3 % der Kinder zweimal gegen Masern geimpft, in Spandau sind es 77,4 %.

Gesundheitssenatorin Dilek Kolat: „Eine Masern-Erkrankung ist keine harmlose Krankheit, sondern hat im schlimmsten Fall schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Unser Ziel ist es deshalb, die Impfquote der Berliner Bevölkerung weiter zu erhöhen. Deshalb hat der Senat im letzten Jahr den Masern-und Röteln-Eliminationsplan (BEMREP) beschlossen, dessen wichtigstes Ziel die Steigerung der Impfquote bei Kindern auf über 95 Prozent ist. Mit 92,6 Prozent ist Berlin zwar kurz vor diesem Ziel, es benötigt aber weitere Anstrengungen. Ich appelliere daher an alle Eltern, ihre Kinder rechtzeitig impfen zu lassen und damit dazu beizutragen, dass es die Krankheit Masern bald nicht mehr gibt!“

Die Publikation „KURZ INFORMIERT: Masernimpfstatus zu Beginn des Kitabesuchs in Berlin“ kann auf unserer Homepage abgerufen werden:
www.berlin.de/sen/gesundheit/service/gesundheitsberichterstattung