Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter: berlin.de/corona
Tagesaktuelle COVID-19 Fallzahlen und weiterführende Auswertungen finden Sie im Online-COVID-19-Lagebericht des Landes Berlin.
Der Dienstbetrieb der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung ist aufgrund des Einsatzes von vielen Beschäftigten im Krisenstab des Landes Berlin weiterhin eingeschränkt.

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Hinweise für Seniorinnen und Senioren

Altes Paar auf Land-Radtour
Bild: monkeybusiness-depostphotos.com

Warum besteht für ältere Menschen ein erhöhtes gesundheitliches Risiko?

  • Im Alter nimmt das Durstgefühl ab. Ältere Menschen trinken deswegen oft weniger. Dadurch verringert sich die Schweißmenge und vermindert damit eine Möglichkeit der Wärmeabgabe. Auch nimmt die Fähigkeit zu schwitzen im Alter ab.
  • Zudem können Grunderkrankungen zu eingeschränkter Beweglichkeit und damit ebenfalls zu mangelnder Wärmeabgabe führen.
  • Einige Nebenwirkungen von bestimmten Arzneimitteln können im Zusammenspiel mit Hitze gesundheitliche negative Auswirkungen haben, zum Beispiel, wenn sich aufgrund des Arzneimittels das Durstgefühl verringert.

Was kann ich zur Vorbeugung tun?

  • Passen Sie Ihren Tagesablauf nach Möglichkeit der Hitze an. Beispielsweise könnten Sie anstrengende Tätigkeiten in kühlere Tageszeiten, wie den Morgen oder den späten Abend, verlegen.
  • Vermeiden Sie körperliche Belastungen, auch Sport.
  • Lüften Sie früh morgens, abends, wenn die Luft draußen kühler als drinnen ist und möglichst auch nachts.
  • Dunkeln Sie die Räume tagsüber mit Rollläden und Vorhängen ab.
  • Verwenden Sie leichte Bettwäsche, so wenig Kissen wie möglich und nur Laken als Zudecke.
  • Verwenden Sie leichte, luftdurchlässige Kleidung und lassen Sie alles Überflüssige weg.
  • Beim Aufenthalt im Freien vermeiden Sie nach Möglichkeit direkte Sonneneinstrahlung und benutzen Sie eine luftdurchlässige Kopfbedeckung.
  • Suchen Sie im Freien schattenspendende Orte auf (z.B. Parkanlagen mit dichtem Baumbestand)
  • Eine Abkühlung durch Duschen, Bäder, kalte Fußbäder und feuchte Umschläge kann sinnvoll sein.
  • Reduzieren Sie möglichst künstliche Beleuchtung als Wärmequelle.

Was kann ich beim Essen und Trinken beachten?

Alte und junge Hände
Bild: Melpomene/Depositphotos.com
  • Flüssigkeits- und Salzzufuhr ist wichtig. Ältere Personen sollten täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Einen Flüssigkeitsmangel erkennen Sie, indem Sie zwischen Daumen und Zeigefinger eine Hautfalte, beispielsweise am Handrücken, abheben und loslassen (sogenannter Hautturgor-Test). Zieht diese sich nicht sofort wieder zurück oder bleibt stehen, deutet dies auf einen Flüssigkeitsmangel des Körpers hin.
  • Bei Fieber ist die Flüssigkeitszufuhr zusätzlich zu erhöhen. Zum Beispiel muss ein Mensch wenigstens 0,5 Liter zusätzliche Flüssigkeit pro Tag trinken, wenn die Körpertemperatur von 37 auf 38 Grad steigt.
  • Halten Sie verschiedene kühle (nicht eiskalte) Getränke bereit: z. B. Kräuter- oder Früchtetee, Saftschorle, Mineralwasser, Trinkwasser.
  • Bei starkem Schwitzen sollten Sie darauf achten, den Salzverlust auszugleichen, z. B. durch die Verwendung von natriumreichem Mineralwasser (>20 mg/l). Natriumarme Getränke wie Fruchtsäfte, Tee, Kaffee etc. sollten Sie durch eine ausreichende Kochsalzzufuhr auf anderem Wege ergänzen.
  • Statt mit (Mineral-)Wasser können Sie Ihren Flüssigkeitsbedarf auch mit kalten Suppen, Kompott, wasserreichem Obst und Gemüse decken, z. B. mit Erdbeeren, Weintrauben, Pfirsichen, Melonen, Tomaten und Gurken.
  • Nehmen Sie leichte Kost zu sich: beispielsweise Gemüse und wasserreiches Obst.

Welche Auswirkungen kann Hitze auf Arzneimittel haben?

  • Die Qualität von Arzneimitteln kann sich verändern, wenn sie großer Hitze ausgesetzt werden. Zudem sollten die Hinweise zur Lagerung auf der Arzneiverpackung beachtet werden.
  • Einige Nebenwirkungen von bestimmten Arzneimitteln können im Zusammenspiel mit Hitze gesundheitliche negative Auswirkungen haben, zum Beispiel, wenn sich aufgrund des Arzneimittels das Durstgefühl verringert.
  • Manche Arzneimittel können im Zusammenspiel mit der UV-Strahlung der Sonne Hautreizungen verursachen.
  • In keinem Fall ist eine automatische Reduzierung der Dosis oder das Absetzen eines Arzneimittels gerechtfertigt. Dies obliegt einer ärztlichen Bewertung im Einzelfall. Konsultieren Sie daher bitte Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihren behandelnden Arzt.