Informationen zu Alltagsmasken

(auch: Textilmasken, Mund-Nasen-Bedeckung oder Community-Masken)

Infektionen durch das Coronavirus SARS-CoV-2 werden nach aktuellen Informationen vorwiegend über Tröpfchen in der Luft hervorgerufen (sog. Tröpfcheninfektion). Diese werden beispielsweise beim Sprechen, Husten oder Niesen frei.

Den besten Schutz vor einer Infektion bieten:
  • Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter)
  • häufiges Lüften geschlossener Räumen
  • das Einhalten von Husten- und Niesregeln und
  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen

Zum Schutz des medizinischen Personals werden je nach Situation ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (sog. OP-Maske) oder Atemschutzmasken (sog. FFP2- oder FFP3-Masken) verwendet. Diese Masken müssen dem medizinischen Personal vorbehalten sein.

Für den privaten Gebrauch können Alltagsmasken aus handelsüblichen Stoffen sinnvoll sein. Diese können:

  • die Verbreitung von Tröpfchen verringern
  • das Bewusstsein für das Abstandhalten und gesundheitsbewusstes Verhalten steigern
  • dazu beitragen, dass Menschen sich weniger ins Gesicht fassen.

Alltagsmasken dienen vorwiegend dem Fremdschutz und weniger dem Eigenschutz. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil Infektionen mit SARS-CoV-2 bei einigen Patientinnen und Patienten in der Frühphase nur milde Symptome verursachen oder die Erkrankung sogar ohne jegliche Symptome ablaufen kann.

Als mögliches Einsatzgebiet für Alltagsmasken benennt das Robert Koch-Institut (RKI) das Betreten öffentlicher Räume, in denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Das sind zum Beispiel:

  • der Öffentliche Nahverkehr (U- und S-Bahnen, Tram sowie Busse)
  • Einzelhandel oder
  • ggf. der Arbeitsplatz

Alltagsmasken richtig tragen

Die Benutzung von Alltagsmasken erfolgt immer auf eigene Gefahr. Je nach Dichte des Gewebes kann das Atmen durch eine Alltagsmaske deutlich schwerer sein als üblich. Dies verstärkt sich noch, je länger die Maske getragen wird. Vor allem kleinere Kinder oder ältere Menschen, die bereits im Alltag Schwierigkeiten beim Atmen haben, können dadurch gefährdet sein. Welche Alltagsmaske verwendet wird, muss daher immer kritisch abgewogen werden. Eine Pflicht zum Tragen einer Maske gilt nicht für Kinder unter 6 Jahren oder für Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können oder bei denen durch andere Vorrichtungen die Verringerung der Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel bewirkt wird.

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zum Tragen von Alltagsmasken:

  • Die Masken sollten nur für den privaten Gebrauch genutzt werden.
  • Die gängigen Hygienevorschriften müssen weiterhin eingehalten werden.
  • Auch mit Maske sollte der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Menschen eingehalten werden.
  • Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
  • Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.
  • Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden.
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20-30 Sekunden mit Seife).
  • Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel o.ä. luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad Celsius, mindestens aber bei 60 Grad Celsius gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Beachten Sie eventuelle Herstellerangaben zur maximalen Zyklusanzahl, nach der die Festigkeit und Funktionalität noch gegeben ist.
  • Sofern vorhanden, sollten unbedingt alle Herstellerhinweise beachtet werden.

Es gibt keine rechtlichen Vorgaben, wie Alltagsmasken beschaffen sein müssen. Hersteller von Alltagsmasken können sich aber beispielsweise am Leitfaden des Gesamtverbands der deutschen Textil- und Modeindustrie orientieren. In diesem werden rechtliche und technische Hinweise für das Bereitstellen von Mund-Nasen-Masken aufgeführt.

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Hinweise zum Tragen von Alltagsmasken

Vor dem Aufsetzen
  • Hände gründlich waschen
  • Die Maske muss möglichst eng auf Nase, Mund und Wangen anliegen, um wenig Luft hineinzulassen
Während des Tragens
  • Außenseite der Maske nach Möglichkeit nicht berühren, da diese Erreger enthalten kann
  • Durchfeuchtete Masken abnehmen und neue verwenden
Nach dem Absetzen
  • Hände sofort und gründlich waschen
  • Maske luftdicht aufbewahren oder sofort waschen (ideal: bei 95 °C)

Weiterführende Links zu diesem Thema:

Um Angebot und Nachfrage von Alltagsmasken rasch zu koordinieren hat die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung gemeinsam mit Berlin Partner, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie der Senatskanzlei eine Online-Plattform konzipiert. Dort können Suchende und Anbieter*innen unkompliziert zusammenfinden.