CBRN-Gefahrenlage

Zwei Personen in Schutzausrüstung versorgen einen liegenden Verletzten bei einer Dekontaminationsübung
Bild: SenGes

Die Krankenhäuser in Berlin müssen jederzeit auf einen Massenanfall von Patienten bei chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahrenlagen vorbereitet sein. Schutzkonzepte mit klaren Handlungsanweisungen sowie auf die Art der Gefahrenlage ausgerichtete Katastrophenschutzübungen bereiten die Krankenhäuser im Katastrophenfall auf die medizinische Versorgung kontaminierter und verletzter Menschen vor. Darüber hinaus schließt die CBRN-Vorsorge organisatorische Strukturen und die Ausrüstung mit ein.

Häufig gestellte Fragen

Was sind CBRN-Schadstoffe?

CBRN-Schadstoffe sind natürlich vorkommende oder künstlich erzeugte chemische, biologische, radiologische oder nukleare Stoffe und Materialien, von denen Gefahren für Leben, Gesundheit, Umwelt und Sachen ausgehen können. Die Bezeichnung CBRN für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren kann gleichbedeutend zu ABC verwendet werden. Hierbei wird zusätzlich die atomare Gefährdung in radiologischen und nuklearen Gefahren (R- bzw. N-Lage) unterschieden. Radiologisch bezeichnet die Ausbringung und Verteilung radioaktiver Wirkstoffe, nuklear bezieht sich auf Kernwaffenexplosionen.

Was bedeutet Kontamination und Dekontamination?

Eine Kontamination ist die CBRN-Verunreinigung der Haut, des Bodens, von Flüssigkeiten oder von Gegenständen mit CBRN-Schadstoffen. Die Dekontamination ist ein Prozess zur Verringerung bzw. Beseitigung eines CBRN-Schadstoffes auf Oberflächen, vorrangig von Kleidung, Haut und Geräten. Möglichkeiten sind vor allem die Entkleidung und das Abduschen des Körpers mit Wasser.

Warum müssen sich Krankenhäuser auf CBRN-Lagen vorbereiten?

Krankenhäuser sind Teil der kritischen Infrastruktur. Jede Störung wichtiger Abläufe kann unmittelbar Menschenleben bedrohen. Glücklicherweise sind CBRN-Gefahrenlagen äußerst seltene Ereignisse. Werden viele Menschen auf einmal kontaminiert, muss davon ausgegangen werden, dass sich die Betroffenen ohne Dekontamination am Schadensort in die Krankenhäuser begeben. Für diesen Fall müssen ebenfalls Vorkehrungen getroffen werden, um eine Sekundärkontamination zu vermeiden.

Organisation Berlin

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