Senator Czaja spielt Sitzvolleyball und wirbt dabei für Olympia und die Paralympics

12. Februar 2015

Diana Trapp weist die Spielerinnen und Spieler noch schnell in die Spielregeln ein. Sie ist Sitzvolleyball-Nationalspielerin und heute eine von drei Trainerinnen, die sich beim zweitätigen Paralympischen Schultag der Mary-Poppins-Grundschule in Berlin-Kladow engagieren. Der heute begonnene Workshop bietet Schülerinnen und Schülern der Grundschule die Möglichkeit, sich mit acht Sportarten der Paralympics bekannt zu machen. Veranstaltet wird das Ganze vom Behinderten-Sportverband Berlin e. V. (BSB).

Eine der heute im Workshop vorgestellten Sportarten ist Sitzvolleyball. Hierzu hat man sich heute in der Sporthalle der Grundschule zusammen gefunden. Unter den Spielern ist auch Sozialsenator Mario Czaja. Als Jugendlicher selbst jahrelang Volleyball gespielt, gab er seinen Einstand im Sitzvolleyball vor knapp drei Jahren gegen die Sitzvolleyballer des SCC Berlin im Unfallkrankenhaus Berlin. Mit seinem sportlichen Einsatz heute zeigt Senator Czaja sein Engagement für Olympia und die Paralympics in Berlin. Besonders am Herzen liegen ihm als Sozialsenator die Paralympics. Denn die würden dem Behindertensport in unserer Stadt einen gewaltigen Auftrieb geben. Neben dem Senator sind bei der Sitzvolleyball-Aktion mit dabei Zecke Neuendorf, ehemaliger Hertha-Spieler, Schüler- und Elternvertreter, die Schulleiterin und Sportlehrer der Grundschule, Journalisten sowie Diana Trapp und Elisabeth Sieck, Sitzvolleyball-Nationalspielerinnen. Der Senator jedenfalls hat sich sehr gut geschlagen und mehrere Bälle übers Netz befördert.

Nach Spielbeginn merkt man schnell: es sieht einfacher aus, als es ist. Dabei sind die Regeln beim Sitzvolleyball klar: Die Spieler sollen sich mit Hilfe von Armen und Beinen am Boden fortbewegen. Der Rumpf muss zum Zeitpunkt einer Aktion Bodenkontakt haben. Wenn nicht, gewinnt der Gegner Punkt und Aufschlagsrecht. Nach 15 Minuten ist die Partie schon wieder zu Ende. Wenn es wie immer nur einen Sieger geben kann, so haben doch bei dem heutigen Spiele alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewonnen. Denn Sport verbindet die Menschen und natürlich auch Menschen mit und ohne Behinderung. Daher lautet auch das Motto des Behinderten-Sportverbandes Berlin: Anderssein ist normal.

Sitzvolleyball ist eine Variante von Volleyball und wurde in den Niederlanden erfunden. Die Spielart kann durch Modifizierung der Spielregeln von behinderten Menschen gespielt werden und wird daher in Deutschland überwiegend im Behindertensport angeboten. So können Behinderte und Nichtbehinderte beim Sitzvolleyball zusammen spielen. Dabei ist der Nichtbehinderte, durch seine Bewegungseinschränkungen am Boden, eher im Nachteil.