Berliner Beteiligungsunternehmen bleiben auch 2017 auf Erfolgskurs

Pressemitteilung Nr. 18-027 vom 24.10.2018

Die Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin haben 2017 ihr wirtschaftliches Leistungsvermögen erneut unter Beweis gestellt. Mit einem Gesamtüberschuss von 622 Mio. Euro setzten sie ihren Erfolgskurs fort. Das geht aus dem Beteiligungsbericht hervor, den der Senat am gestrigen Dienstag beschlossen hat.

Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz: “Im Gesamtüberschuss spiegelt sich die Leistungsfähigkeit der Berliner Beteiligungsunternehmen. Das Rekordergebnis des letzten Jahres mit 708 Mio. Euro wurde zwar nicht erreicht, der Überschuss liegt aber weiter auf hohem Niveau. Das ist angesichts der deutlich gestiegenen Investitionen ein sehr gutes Ergebnis. Zudem sind die kommunalen Unternehmen wie alle anderen steigenden Baupreisen ausgesetzt.”

Von den 56 Berliner Beteiligungsunternehmen erzielten 2017 49 Landesbeteiligungen ein positives oder ausgeglichenes Ergebnis (Vorjahr: 48). Lediglich sieben Unternehmen wiesen negative Zahlen aus (Vorjahr: 8). Die Investitionstätigkeit wurde 2017 um 360 Mio. Euro auf 2,5 Mrd. Euro deutlich gesteigert. Davon entfielen allein auf die städtischen Wohnungsbaugesellschaften 1,1 Mrd. Euro. “Der Schwerpunkt der Investitionen liegt erkennbar auf dem Wohnungsbau. Das hohe Investitionsvolumen wird in den nächsten Jahren zu einer erheblichen Anzahl fertiggestellter Wohnungen führen. Die angespannte Situation am Wohnungsmarkt, insbesondere in günstigeren Segmenten, wird spürbar entschärft werden”, so Dr. Kollatz.

Hinzu kommen 380 Mio. Euro an Investitionen der BVG in den dringend benötigten Ausbau des Berliner Nahverkehrsnetzes. Weitere 280 Mio. Euro investierten die Wasserbetriebe. Die hohen Investitionen führten im Vergleich zu 2016 zu einem Anstieg der Schulden um 617 Mio. Euro bzw. 4 Prozent. Demgegenüber steht allerdings auch ein vergleichsweise hoher Anstieg des Eigenkapitals um 828 Mio. Euro bzw. rund 7,9 Prozent. Die Entwicklung der 48 Unternehmen privaten Rechts und acht Anstalten öffentlichen Rechts, an denen das Land Berlin unmittelbar beteiligt ist (Stand: 31. Dezember 2017), ist nach wie vor erfolgreich und nachhaltig.

Die Landesunternehmen leisten einen bedeutenden Beitrag für die Daseinsvorsorge, zur bedarfsgerechten Entwicklung der wachsenden Stadt und zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Der Anteil von Frauen an den Geschäftsleitungspositionen des Landes Berlin wurde 2017 noch einmal deutlich gesteigert, um rund 4% auf 41,5%. Bei den Aufsichtsratsmandaten blieb es bei dem hohen Niveau von mehr als 50 Prozent (50,7%).

Neu im Beteiligungsbericht 2018 ist die Veröffentlichung einer Übersicht zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen. Gemäß Abgeordnetenhausbeschluss vom 30. November 2017 sollen bei den Mehrheitsbeteiligungen keine sachgrundlos befristeten Arbeitsverträge mehr abgeschlossen werden. Wegen der Laufzeiten bestehender Verträge handelt es sich um einen mehrjährigen Prozess.

Der Beteiligungsbericht wird jetzt dem Abgeordnetenhaus zugeleitet. Dieser steht nach der Befassung des Parlaments dann im Internet zum Download bereit:
http://www.berlin.de/sen/finanzen/vermoegen/downloads/artikel.7206.php