Landeseigene Unternehmen investieren Rekordsumme

Pressemitteilung Nr. 18-010 vom 30.05.2018

Mit 2,4 Milliarden Euro haben die Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin im Jahr 2017 so viel investiert wie noch nie zuvor. Die Rekordsumme übertrifft den bisherigen Spitzenwert von 2016 um 13 Prozent. Auch insgesamt erweisen sich die Landesunternehmen als leistungsstark, wie aus den vorläufigen Jahresabschlüssen für das Geschäftsjahr 2017 hervorgeht.

Der für die Beteiligungsunternehmen des Landes zuständige Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen begrüßte das hohe Investitionsvolumen: „Es ist gut, dass die landeseigenen Unternehmen in so großem Umfang investieren. Investitionen gehen zwar auf Kosten der Gewinne, aber Gewinnmaximierung ist gerade nicht das Ziel der öffentlichen Unternehmen. Ihre Aufgabe ist die Umsetzung politischer Schwerpunkte bei gleichzeitig wirtschaftlichem und effizienten Handeln. Der Wohnungsneubau ist ein solcher Schwerpunkt. Die landeseigenen Wohnungsbauunternehmen haben 2017 ein Gesamtergebnis von 411 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit können sie jetzt große Neubauprogramme und – wo sinnvoll – Bestandsankäufe finanzieren.“

Den vorläufigen Zahlen zufolge investierten die Landesbeteiligungen 2017 gut 200 Mio. Euro mehr als im Vorjahr (2,17 Mrd. Euro). Insbesondere die Wohnungsbaugesellschaften steigerten ihre Investitionen, etwa bei Bauvorbereitung, Fertigstellung und Zukauf. Auch insgesamt belegen die vorläufigen Zahlen ein erfolgreiches Geschäftsjahr: Das zusammengefasste Jahresergebnis wird bei rund 627 Mio. Euro liegen. Gegenüber dem Rekordergebnis 2016 in Höhe von 708 Mio. Euro bedeutet dies zwar einen Rückgang. Der ist aber vor allem auf die gestiegenen Investitionen und darauf zurückzuführen, dass der Verordnungszins bei den Berliner Wasserbetrieben gesenkt wurde, was wiederum einen Ergebnisrückgang zur Folge hatte. Außerdem kamen im Geschäftsjahr 2016 Sondereffekte hinzu, die 2017 nicht im gleichen Maße auftraten.

In den Saldo gehen alle Beteiligungen – unabhängig von der Beteiligungsquote – zu 100 Prozent ein. Das gilt auch für den Flughafen Berlin-Brandenburg, an dem Berlin mit einer Quote von 37 Prozent beteiligt ist.

Der Beteiligungsbericht mit den endgültigen Ergebnissen wird im Oktober veröffentlicht. Die bisherigen Berichte sind hier abrufbar:

https://www.berlin.de/sen/finanzen/vermoegen/downloads/artikel.7206.php