Zahl der Ausbildungsplätze im unmittelbaren Landesdienst Berlins steigt auf mehr als 10.000

Pressemitteilung Nr. 15-028 vom 14.12.2015

Das Land Berlin wird die Zahl der Auszubildenden im unmittelbaren Landesdienst in den kommenden beiden Jahren deutlich erhöhen. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Finanzen auf eine Parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Alexander Spies (Piraten) hervor.

Die Zahl der im Haushaltsplan vorgesehenen Positionen für Auszubildende und Beamtenanwärter/innen soll demnach von 9691 im Jahr 2015 auf 10.385 im Jahr 2016 und dann auf 10.672 im Jahr 2017 steigen. Im Jahr 2008 betrug diese Zahl noch 7089; sie ist seitdem kontinuierlich angewachsen und wird 2017 um 50 Prozent höher liegen. Dazu kommen auch in den kommenden Jahren mehr als 2000 Auszubildende bei den Berliner Landesunternehmen.

Berlins Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen erklärte dazu:

Das Land Berlin steigert kontinuierlich das Angebot an Ausbildungsplätzen im Landesdienst und bei seinen Beteiligungsunternehmen. Damit machen wir das Landespersonal fit sowohl für die zusätzlichen Anforderungen der wachsenden Stadt als auch für den demografischen Wandel in den Verwaltungen und Landesbetrieben. Nun kommt es darauf an, bei jungen Leuten das vielfältige Angebot an Ausbildungsberufen in den unterschiedlichsten Berufen noch besser bekannt zu machen.

Mit seinem großen Angebot an Ausbildungsplätzen erfülle das Land auch eine unverzichtbare soziale Aufgabe auf dem Berliner Arbeitsmarkt. Gleiches gelte für die Landesunternehmen, von denen viele ein besonderes Augenmerk auf die Ausbildung von jungen Menschen legten, die auf dem Arbeitsmarkt aus unterschiedlichen Gründen nur schwer Fuß fassen könnten.

Als positiv wertete der Senator auch die vergleichsweise geringe Quote an Ausbildungsabbrüchen im unmittelbaren Landesdienst:

Es spricht für die Qualität der Ausbildung und für die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst, dass bei uns viel weniger junge Leute ihre Ausbildung vorzeitig beenden als in anderen Wirtschaftssegmenten. Natürlich ist jeder Ausbildungsabbruch einer zu viel; aber wir sind auf einem sehr guten Weg.

Nach den aktuellsten verfügbaren Zahlen liegt die Quote der Ausbildungsabbrüche im öffentlichen Dienst in Berlin bei rund 10 Prozent und damit deutlich unter der Berliner Gesamtquote von mehr als 33 Prozent.

Im Jahr 2015 werden die Ausgaben des Landes für die Ausbildung erneut steigen, und zwar um rund sechs Millionen Euro auf nun rund 116 Millionen Euro.

Die Antwort der Senatsverwaltung für Finanzen auf die Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Alexander Spies ist auf den Internetseiten des Abgeordnetenhauses von Berlin abrufbar.