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Senat berichtet über „Gebäudenachnutzung“ des ehemaligen Flughafens Tempelhof

Pressemitteilung vom 16.12.2008

Nach Beendigung der Flughafennutzung in Tempelhof sind derzeit ca. 97.000 m² des ehemaligen Flughafengebäudes vermietet (von bislang ca. 200.000 m² Mietfläche). Damit sind von ursprünglich ca. 200 Mietern ca. 120 Bestandsmieter verblieben, u.a. Landesmieter, Dienstleistungs- und Handwerksunternehmen. Der Senat plant für das Gebäudeensemble künftig vier wesentliche Nutzungsmodule:

  • Verwaltungsnutzung (z. B. Polizei, Verkehrslenkung Berlin)
  • Büro- und Ateliernutzung (Medien- und Kreativfirmen)
  • Event- und Kulturnutzungen (z.B. Konzerte, Kongresse und Filmaufnahmen)
  • flugaffine kulturelle Nutzungen.
    Einen entsprechenden Bericht an das Abgeordnetenhaus hat der Senat heute auf Vorlage von Finanzsenator Dr. Thilo Sarrazin beschlossen.

Derzeit ist das Gebäude ein vielseitig genutzter Gewerbe- und Verwaltungsstandort. Für die Erarbeitung eines nachhaltigen Vermietungskonzepts ist nach Auffassung des Senats nahe liegend, an den gegenwärtigen Nutzermix anzuknüpfen sowie die aktuelle Nachfragesituation, die Nutzbarkeit der Gebäude aufgrund von Baukonstruktion und Grundrissen sowie die Historie zu berücksichtigen. Um eine hochwertige Vermarktung des Standortes zu ermöglichen, hält der Senat für künftige Nutzungen allerdings auch eine stärkere Profilierung für notwendig.

Daher sollen – möglichst privat finanzierte – flugaffine kulturelle Nutzungen künftig einen wesentlichen Bestandteil des Nutzungsmixes darstellen. Wegen der besonderen Baukonstruktion (Hangars, Flugsteige) in Verbindung mit der angrenzenden Freifläche und der aktuellen Nachfragesituation sieht der Senat am Standort auch ein besonderes Potenzial für die Entwicklung kultureller Nutzungen und Events.

Zunächst soll die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) für den Senat in Zusammenarbeit mit den an der weiteren Planung Beteiligten ein Konzept für die strategische Ausrichtung des Standortes entwickeln. Eine besondere Abstimmung wird für die derzeit noch im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) befindlichen Flächen erforderlich sein.