Beteiligungsunternehmen: Gesamtbilanz mit 436 Mio. € im Plus

Pressemitteilung vom 17.04.2008

Die Beteiligungsunternehmen des Landes Berlin haben im Jahr 2007 ihre Ergebnisse insgesamt weiter verbessert. Der Saldo aus den Gewinnen und Verlusten aller Unternehmen lag bei 436 Mio. € und damit um 129 Mio. € über dem Ergebnis des Jahres 2006.

Finanzsenator Dr. Thilo Sarrazin präsentierte heute die Jahresergebnisse und andere wichtige Eckdaten der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2007. Während sich die Gewinne in der Gesamtbetrachtung von 356 Mio. € im Jahr 2006 auf 514 Mio. € im Jahr 2007 um ca. 44% erhöhten, stiegen die Jahresfehlbeträge auf 78 Mio. € (Vorjahr 49 Mio. €).

Um für die Vergleichsdarstellung über mehrere Jahre hinweg vergleichbare Datengrundlagen sicherzustellen, wurde der Gesamtsaldo um die Ergebnisse der Landesbank Berlin Holding AG bereinigt, die 2007 verkauft wurde. Es sind damit in den genannten Werten bis einschließlich 2006 nur jene Unternehmen berücksichtigt, die das Land auch heute noch besitzt.

Bei der Entwicklung des Saldos über die gesamte letzte Legislaturperiode hinweg wird eine deutliche Aufwärtsbewegung sichtbar: Von -461 Mio. € im Jahr 2002 verringerten sich die Verluste in den Jahren 2003 und 2004 erheblich, seit 2005 ist der Saldo deutlich im Plus. Lässt man den außerordentlichen Ertrag aus dem Verkauf der BVG-Tochter GHG (297 Mio. €) im Jahr 2005 außen vor, so war 2007 das insgesamt erfolgreichste Jahr im Kerngeschäft der Beteiligungsunternehmen. Die Ergebnisse wirtschaftlich bedeutender Beteiligungen in Kürze:

  • ·Die BVG setzte den Konsolidierungskurs fort. Nach den positiven Ergebnissen der beiden Vorjahre aufgrund von Einmaleffekten verzeichnet die BVG zwar einen Jahresfehlbetrag von 59,2 Mio. € – um Sondereffekte bereinigt verbesserte sich das Ergebnis aber um 16 Mio. €. Der Schuldenstand konnte weiter deutlich verringert werden.
  • ·Die städtischen Wohnungsunternehmen erzielten einen Jahresüberschuss von insgesamt 116,6 Mio. €. Zum zweiten Mal in Folge erwirtschafteten alle sechs Konzerne Jahresüberschüsse. Die Sanierung der WBM schreitet mit geringeren Wohnungsverkäufen als geplant erfolgreich voran. Durch die Entschuldung der Unternehmen ist der Nettowert dieser Landesbeteiligungen weiter gestiegen.
  • ·Vivantes konnte die Entwicklung der Vorjahre fortsetzen und zum vierten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erzielen. Hierzu hat der im Jahre 2004 abgeschlossene Tarifvertrag maßgeblich beigetragen.

Finanzsenator Thilo Sarrazin: „2007 war ein ganz ‚normales’ gutes Jahr für die Landesbeteiligungen. Das Gesamtergebnis hat sich nachhaltig positiv entwickelt, ohne dass in 2007 außergewöhnliche Einmaleffekte wirksam wurden. Die Vorgaben unseres Beteiligungsmanagements wurden von den Unternehmen erfolgreich umgesetzt. Diese Konsolidierungsstrategie – die Verschuldung dauerhaft senken, die Zuführungen des Landes verringern und durch streng wirtschaftliches Handeln Gewinne erzielen – werden wir auch in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen.“

Jahresfehlbeträge entstanden außer bei der BVG vor allem bei der BIH Berliner Immobilien Holding (-11,5 Mio. €), die aber ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr (-46,2 Mio. €) klar verbessern konnte. Der Rückgang der Umsätze resultiert unter anderem aus der planmäßigen Verringerung der Geschäftstätigkeit der BIH (-95,2 Mio. €), die die Altrisiken des Immobiliengeschäfts der ehem. Bankgesellschaft Berlin abwickelt. Auch die wirtschaftliche Konsolidierung von Gesellschaften hatte Umsatzrückgänge zur Folge (z.B. WBM -35 Mio. €).

Die Zuführungen des Landes an die Unternehmen verringerten sich weiter auf jetzt 541 Mio. €. Neben „klassischen“ institutionellen Zuschüssen, u.a. an Kultureinrichtungen, sind auch öffentliche Fördermittel wie z.B. Wohnungsbauförderung und Investitionszuschüsse enthalten, wie sie auch privaten Unternehmen bei Erfüllung der Fördervoraussetzungen zufließen.