Förderprogramm Stromspeicher Berlin

PV-Anlagen
Bild: Kaddy Sabally-Müller

Mit Geldern des Stromspeicher-Förderprogramms Berlin wird der Kauf eines Stromspeichers unterstützt, der zusammen mit einer neuen Photovoltaikanlage installiert wird. Das Programm ist eine Maßnahme des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030.

Das Programm wird von der IBB Business Team GmbH umgesetzt. Detaillierte Informationen zur Antragsstellung finden Sie unter IBB Business Team GmbH – EnergiespeicherPLUS.

Ziel der Förderung ist es, den Ausbau der Photovoltaik in Berlin zu beschleunigen und den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auch in sonnen- und windarmen Zeiten zu erhöhen. Nutzt man eine Photovoltaikanlage in Kombination mit einem Speicher, kann ein größerer Teil des erzeugten Stroms vor Ort genutzt werden.

Informationen zu allen Fragen rund um das Thema Solarenergie finden Sie im Webportal Solarwende Berlin. Beim Solarzentrum Berlin erhalten Sie außerdem eine kostenfreie Erstberatung zur Umsetzung eines Solarenergieprojekts.

Richtlinie Speicherförderprogramm

PDF-Dokument (138.1 kB)

Wann kann der Antrag gestellt werden?

Seit dem 1. Oktober 2019 können Interessierte einen Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn stellen. Bitte verwenden Sie hierfür das Formular, das auf der Website der IBB Business Team GmbH heruntergeladen werden kann. Das Formular muss unterschreiben werden und per Post an die IBB Business Team GmbH, Bundesallee 210, 10719 Berlin, Betreff: EnergiespeicherPLUS geschickt werden. Sie werden eine Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn von der IBB Business Team GmbH erhalten und können danach auf eigenes Risiko mit dem Vorhaben beginnen. Bitte beachten Sie hierbei die Richtlinie “Stromspeicher Berlin” (siehe oben).

Ab Januar 2020 sind Anträge ausschließlich elektronisch über das Antragsportal der IBB Business Team GmbH zu stellen.

Voraussetzung für die Gewährung einer Zuwendung ist, dass vor der Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn oder dem Eingang des Zuwendungsbescheides mit der zu fördernden Maßnahme noch nicht begonnen wurde. Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich sowohl der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrages, der der Ausführung zuzurechnen ist, als auch bereits die bindende Willenserklärung des Antragstellers zum Vertragsschluss (z.B. Auftrag an den Installationsbetrieb) zu werten. Dies bedeutet, dass Sie den Auftrag erst erteilen bzw. den Vertrag erst unterschreiben dürfen, wenn Sie die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn oder den Zuwendungsbescheid erhalten haben. Durch die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn entsteht kein Anspruch auf eine Förderung. Sie beginnen mit dem Vorhaben auf eigenes Risiko. Die eigentliche Antragsprüfung wird erst nach der elektronischen Antragstellung erfolgen, die ab dem 1.1.2020 möglich sein wird.

Wird rückwirkend bewilligt?

Grundsätzlich dürfen Sie mit dem Vorhaben (Installation einer PV-Anlage und eines Speichers) erst beginnen, wenn Sie einen Zuwendungsbescheid erhalten haben.

Bei Programmstart wird die IBB Business Team die Zustimmung zu einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn geben, wenn ein entsprechender Antrag eingereicht wurde. Sie können dann auf eigenes Risiko mit dem Vorhaben beginnen.

Wurde dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn in der Zeit vor dem 31.12.2019 durch die IBB Business Team zugestimmt, ist nach dem 01.01.2020 über das Antragsportal der IBB Business Team ein elektronischer Antrag stellen, um die Zuwendung erhalten zu können.

Als Vorhabenbeginn ist grundsätzlich sowohl der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrages, der der Ausführung zuzurechnen ist, als auch bereits die bindende Willenserklärung des Antragstellers zum Vertragsschluss (z.B. Auftrag an den Installationsbetrieb) zu werten. Dies bedeutet, dass Sie den Auftrag erst erteilen bzw. den Vertrag erst unterschreiben dürfen, wenn Sie die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn oder den Zuwendungsbescheid erhalten haben.

Eine Bewilligung eines Vorhabens, mit dem vor dem Antragseingang begonnen wurde, ist nicht möglich.

Stromspeicher, die mit bereits bestehenden Anlagen kombiniert werden, können nicht gefördert werden.

Photovoltaikanlagenerweiterungen gelten als neue Anlagen, wenn eine bestehende Anlage um weitere Module erweitert wird. In Kombination mit dieser erweiterten Anlage könnten Sie eine Förderung in Anspruch nehmen.

Was wird gefördert?

Es wird die Installation eines Stromspeichers gefördert. Der Speicher muss mit einer neu zu errichtenden PV-Anlage kombiniert werden. Die Förderung wird bis zu der Höhe gewährt, wie das Verhältnis von Nennleistung der neu zu errichtenden PV-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität mindestens 1,2 kWp je 1 kWh beträgt. Die das Verhältnis übersteigende Speicherkapazität wird nicht gefördert. Das heißt, dass auch größere Speicher anteilig gefördert werden können. Von dem Mindestinstallationsverhältnis kann zu Gunsten eines förderfähigen größeren Stromspeichers abgewichen werden, sofern der Strom nachweislich für Elektromobilität (eAuto) genutzt wird.

Beispiel:
Bei einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 6 kWp kann ein Speicher mit einer Leistung von 5 kWh mit 1.500 Euro gefördert werden.

Die Förderung beträgt 300 € je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität des Stromspeichersystems. Maximal werden 15.000 € pro Stromspeichersystem gewährt. Verfügt der Speicher bzw. das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie, kommt ein Bonus von 300 € hinzu.

Eine “prognosebasierte Betriebsstrategie” ist eine Software, mit der intelligente Ladestrategien entwickelt werden, indem Prognosen zum Ertrag der PV-Anlage berücksichtigt werden. Vorteil ist, dass sowohl ein eigenversorgungs- als auch ein netzoptimierter Speicherbetrieb erreicht werden kann. Abregelungsverluste können so minimiert werden. Im Zweifel können Anbieter bzw. Speicher-Hersteller Auskunft geben, ob das System über eine prognosebasierte Betriebsstrategie erfüllt.

Ein Stromspeicher im Sinne der Richtlinie ist eine Einrichtung, die die drei folgenden Prozesse gewährleistet:
  • Einspeichern elektrischer Energie aus der PV-Anlage (Laden),
  • Speichern und
  • Entladen elektrischer Energie.
Die Förderung wird technologieoffen gewährt. Beispiele für Stromspeicher im Sinne dieser Richtlinie sind:
  • Batteriespeicher,
  • Salzwasserbatterien,
  • Redox-Flow-Systeme sowie
  • Wasserstoffspeichersysteme mit Elektrolyseur und Brennstoffzelle.
Die Kombination von Photovoltaik-Anlage und Speichersystem soll dazu dienen, zusätzliche Belastungen der Verteilnetze in Spitzenlastzeiten zu vermeiden, deshalb sollen die Systeme „netzdienlich“ sein. Von einer Netzdienlichkeit ist auszugehen, wenn:
  • entweder die PV-Anlage mit einer technischen Einrichtung ausgestattet ist, die die Pflicht nach § 9 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Erneuerbare-Energien-Gesetz (ferngesteuerte Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung durch Netzbetreiber) erfüllt oder
  • die maximale Leistungsabgabe der PV-Anlage am Netzanschlusspunkt 50 % der installierten Leistung der PV-Anlage beträgt. Zur Erreichung dieses Erfordernisses dient die prognosebasierte Betriebsstrategie.
    Die Leistungsbegrenzung besteht dauerhaft für die gesamte Lebensdauer der Photovoltaikanlage. Dem Netzbetreiber ist die Möglichkeit zu geben, die Leistungsbegrenzung auf eigene Kosten zu überprüfen.
    Im Zweifel sprechen Sie mit Ihrem Anbieter bzw. dem Speicher-Hersteller, ob das System diese Anforderung erfüllt.

Eine weitere Bedingung ist, dass der Speicher mindestens drei Jahre zweckentsprechend betrieben werden muss.

Eine Förderung für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage ohne Speicher ist nicht möglich, da eine Förderung für Strom aus Photovoltaikanlagen auf der Grundlage des Bundes-Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) erfolgt.

Wer kann die Förderung erhalten?

Antragsberechtigt sind
  • Privatpersonen,
  • Unternehmen,
  • andere juristische Personen, wie z.B. Vereine und Stiftungen,
  • die Berliner Bezirke.

Die Förderung muss von der Eigentümerin oder dem Eigentümer des Speichers und der PV-Anlage beantragt werden.

Bei den Zuwendungen handelt es sich um De-minimis-Beihilfen. Ein Unternehmen darf in einem Zeitraum von drei Steuerjahren De-minimis-Beihilfen in Höhe von maximal 200.000 Euro erhalten.

Wie hoch ist die Förderung? Wie viel Geld steht zur Verfügung?

Die Förderung wird 300 € je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität des Stromspeichersystems betragen. Maximal werden 15.000 € pro Stromspeichersystem gewährt. Verfügt der Speicher bzw. das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie, kommt ein Bonus von 300 € hinzu.

Insgesamt stehen für das Programm bis Ende 2021 3 Mio. Euro zur Verfügung.

Welche Unterlagen müssen bei der Antragstellung eingereicht werden?

Zwischen dem 1.10. und 31.12.2019 können Sie einen Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn stellen. Bitte verwenden Sie hierfür das Formular, das Sie auf der Website der IBB Business Team GmbH heruntergeladen können. Das Formular muss unterschreiben werden und per Post an die IBB Business Team GmbH, Bundesallee 210, 10719 Berlin, Betreff: EnergiespeicherPLUS geschickt werden. Sie werden eine Eingangsbestätigung von der IBB Business Team GmbH erhalten und können danach auf eigenes Risiko mit dem Vorhaben beginnen (siehe Wann ist der Antrag zu stellen? Ist eine nachträgliche Förderung möglich?). Antragsteller, die einen Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erhalten haben, müssen ab dem 1.1.2020 einen elektronischen Antrag mit allen unten genannten Anlagen stellen, um die Zuwendung erhalten zu können.

Ab Januar 2020 sind neu eingehende Anträge ausschließlich elektronisch über das Antragsportal der IBB Business Team GmbH zu stellen.

Es müssen zum Antrag folgende Unterlagen hochgeladen werden:
  • De-minimis-Erklärung
  • Angebot für das PV-Anlagensystem
  • Angebot für das Speichersystem
  • ggf. Angebot für die prognosebasierte Betriebsstrategie
  • Nachweis über die Leistung der geplanten PV-Anlage (in kWp), für die die Nutzung eines Speichersystems geplant ist (z.B. Angebot)
  • Nachweis über die nutzbare Kapazität (in kWh) des geplanten Speichers (z.B. Angebot)
  • Verpflichtungserklärung zur Nutzung des Speichers über drei Jahre (Formular)
  • ggf. Baugenehmigung für die Errichtung der PV-Anlage* (z.B. für PV-Anlagen auf Hochhäusern, gebäudeunabhängige PV-Anlagen mit einer Höhe über 3 m oder einer Gesamtlänge von mehr als 9 m; im Regelfall ist nach der Bauordnung Berlin keine Baugenehmigung notwendig.)
  • ggf. Zulassungsbescheinigung für das Elektrofahrzeug
  • ggf. weitere von der IBB Business Team GmbH vorgeschriebene Unterlagen

Bei wem wird der Antrag gestellt?

Antragsformulare und Informationen finden Sie bei der IBB Business Team GmbH.

Wie wird die Zuwendung bewilligt?

Die Antragstellerin oder der Antragsteller bekommt einen Zuwendungsbescheid, in dem die Zuwendungssumme und alle Bedingungen genannt sind.

Welche Unterlagen müssen für die Auszahlung eingereicht werden?

Die Zuwendungsempfängerin bzw. der Zuwendungsempfänger reicht bei der IBB Business Team GmbH bis spätestens drei Monate nach Inbetriebnahme des Speichers die folgenden Unterlagen ein:
  • das Inbetriebnahmeprotokoll für die PV-Anlage und das Stromspeichersystem
  • die Rechnung für den Kauf des Speichers inklusive der für den Betrieb notwendigen Komponenten sowie ggf. für die prognosebasierte Betriebsstrategie
  • Registrierungsnummer der Elektroinstallateurin bzw. des Elektroinstallateurs bzw. des Elektrofachbetriebs
  • Anforderung für die Auszahlung der Zuwendung
  • einen kurzen, formlosen Bericht über Erfahrungen und Hemmnisse bei der Installation des Speichers und der PV-Anlage
  • ggf. weitere von der IBB Business Team GmbH vorgeschriebene Unterlagen

Wann erfolgt die Auszahlung?

Die Zuwendung wird in einer Summe ausgezahlt, nachdem die IBB Business Team festgestellt hat, dass alle nötigen Unterlagen vollständig vorliegen.