Digitale Technologien

Integrierter Mikrochip
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Die Entwicklung und der Einsatz digitaler Technologien ist der Megatrend, der die Zukunft der Gesellschaft maßgeblich bestimmen wird. Er stellt die Unternehmen aller Branchen vor Herausforderungen. Unternehmen, die an dieser Entwicklung aktiv teilnehmen, besitzen besondere Zukunftschancen, müssen hierbei aber auch bereit sein Risiken einzugehen. Berlin unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung und dem Einsatz digitaler Technologien.

Smart City

Die wachsende Stadt verlangt nach mehr ganzheitlichen, miteinander vernetzten Lösungen. Mittlerweile hat sich Berlin, insbesondere im europäischen Gefüge, bereits einen Namen als Smart City für Hochtechnologie gemacht. Strategisch ist Berlin nun aufgestellt, auf der Grundlage von zahlreichen Projekten aus Forschung und Wirtschaft.

Leistungsfähiges Breitbandnetz

Der Senat wird gemeinsam mit Netzbetreibern, der Wohnungswirtschaft und den Landesunternehmen ein Konzept erarbeiten, um den Glasfaserausbau mindestens bis zur Grundstücksgrenze voranzutreiben. Die Koalition setzt beim Ausbau der digitalen Infrastrukturen für die digitale Stadt nicht allein auf die Partnerschaft mit privaten Anbietern von Breitbandinfrastruktur, sondern prüft, inwieweit landeseigene Unternehmen und deren Know-How zur Umsetzung dieses Ziels herangezogen werden können. Dazu ist als erster Schritt ein Leitfaden zur Intensivierung des Breitbandausbaus in Berlin erstellt worden. Weiterhin soll das benannte Konzept zum Breitbandausbau im Land Berlin erarbeitet und umgesetzt werden.

Im CleanTech Businesspark Berlin-Marzahn wird ein glasfaserbasiertes NGA-Breitbandnetz errichtet und betrieben. Dieses Einzelvorhaben übernimmt das Unternehmen DNS:NET Internet Service GmbH mit Unterstützung des Breitbandförderprogramms des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Vorgabe ist es, im Zielgebiet eine Breitbandversorgung mit Vorleistungs- und Endkundenprodukten mit Datenübertragungsraten von 1 Gbit/s im Down- und Upload (symmetrisch) pro Endnutzeranschluss zur Verfügung zu stellen.

E-Government

Berlin ist Sitz von Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden und damit ein attraktiver Standort für auf E-Government spezialisierte Unternehmen. Mit dem Programm „ServiceStadt Berlin“ werden zahlreiche Projekte angeschoben, die zu einer Verbesserung der Interaktion und Kommunikation zwischen Wirtschaft, Bürgern und Verwaltung führen. Berlin ist eine der vier Pilotregionen, in denen die einheitliche Behördenrufnummer 115 getestet wird. Nicht zuletzt durch die E-Government-Forschung und Ausbildung an den Universitäten und Instituten positioniert sich Berlin mit Best-Practice-Lösungen für die Verwaltungsmodernisierung.

Open Data

Daten sind der Antreiber der Wirtschaft im digitalen Zeitalter. Sie sind Grundlage für Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle und ermöglichen Innovationen. Der öffentliche Sektor erfasst, erstellt und reproduziert ein breites Spektrum an Informationen und (Verwaltungs-)Daten.

Offenen Verwaltungsdaten wird ein enormes wirtschaftliches Potenzial zugeschrieben. In einer Studie der Europäischen Union wird in Europa bis zum Jahre 2020 ein Mehrwert von bis zu 65 Mrd. € pro Jahr prognostiziert. In Deutschland können durch konsequente Umsetzung von Open Data demnach bis zu 18.000 Arbeitsplätze entstehen. Verwaltungen in Europa könnten bis 1,7 Mrd. € jährlich an Kosten einsparen.

Es gilt, dieses Potenzial für Berlins Bürgerinnen und Bürgern, für die Berliner Wirtschaft und die Berliner Verwaltung zu nutzen. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe fördert Open Data durch die Weiterentwicklung der Berliner Open Data Strategie, den Betrieb des Metadatenportals daten.berlin.de, die Durchführung des Berlin Open Data Day (BODDy) sowie die Unterstützung diverser Hackdays.

Digitalisierung auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften

Die Geistes- und Kulturwissenschaften an den Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie den Kultur- und Archiveinrichtungen in Berlin sind von herausragender Vielfalt und Qualität. Ihre nationale und internationale Anerkennung wird in den Rankings der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), den sehr erfolgreichen Drittmitteleinwerbungen sowie in umfangreichen Kooperationen mit wichtigen Akteuren der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft sichtbar.

Mit dem nachhaltigen Ausbau der Digital Humanities bietet sich die einmalige Chance, die nationale und internationale Spitzenstellung Berlins in den Geistes-und Kulturwissenschaften auch im Bereich der elektronisch unterstützten Forschung, Entwicklung und Präsentation zu sichern und auszubauen.

Games

Die Berliner Gamesindustrie ist führend in Deutschland und verzeichnet bundesweit das stärkste Wachstum. Mit rund 200 Unternehmen, zentralen Verbänden, Institutionen und speziellen Ausbildungsstätten bietet die Hauptstadt die dichteste und vielfältigste Gamesbranche in Deutschland. Berlin ist Heimat für eine traditionell starke Entwicklerszene, für weltweit agierende Publisher und Distributoren, zahlreiche Indie-Studios sowie Dienstleister für z.B. Advertising, Bezahlsysteme, Vertonung, Lokalisierung, Qualitätssicherung oder Concept Art.

Schwerpunkte liegen in den Bereichen Social Games, Online- und Browsergames, Mobile Games, Serious Games, virtuelle Welten, Edutainment und E-Learning.

Intensive Kooperationen mit der ansässigen Film-, TV- und Verlagsindustrie üben eine große Anziehungskraft aus. Immer mehr namhafte Spieleunternehmen aus dem Ausland eröffnen Büros an der Spree. Sie finden hier enge Netzwerke, internationale Branchentreffs – wie die International Games Week Berlin, die Entwicklerkonferenz Quo Vadis, das A MAZE.Festival oder das Berlin Games Forum – und hochqualifizierte Fachkräfte.

Kaum ein anderer Standort in Europa verfügt über ein so umfangreiches und games-spezifisches Bildungsangebot wie Berlin. Staatlich, privat, Ausbildung und Studium. Auch wissenschaftlich wird in der Hauptstadtregion zum Thema geforscht. In Berlin werden Gamingtrends gesetzt und neue technologische und inhaltliche Entwicklungen frühzeitig erkannt und gefördert.

E-Health

Das Thema E-Health (elektronische Gesundheitsdienste) wird sowohl im Rahmen des Masterplans Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg als auch im Masterplan Informations- und Kommunikationstechnik/Medien- und Kreativwirtschaft Berlin-Brandenburg als Querschnittsthema definiert. Dies betont den hohen strategischen Stellenwert, den informationsverarbeitende Prozesse, Produkte und Dienstleistungen für alle Bereiche der Gesundheitswirtschaft haben.

Den demografischen und geografischen Herausforderungen und den sich daraus ergebenden Chancen für die Entwicklung und den Einsatz von E-Health-Lösungen stellt sich die Region mit einem breiten Spektrum an Kliniken, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, modernsten Unternehmen im Bereich Pharma-, Biotechnologie und Medizintechnik sowie einer vitalen und kreativen IKT-Landschaft.

SW-Technologien / Usability

Berlin ist einer der wichtigsten Standorte für mobile Anwendungen. Die ganze Bandbreite denkbarer Aspekte in dieser Branche wird abgedeckt: Mobile Anwendungen (Apps) werden von zahlreichen Unternehmen und Startups entwickelt – sei es für Konsumenten oder für den betrieblichen Einsatz. Täglich entstehen neue Ideen und Geschäftsmodelle. Mobiler Content wird hier produziert und von Berlin aus in die gesamte Welt distribuiert. Einen starken Fokus auf Geoinformationen, den Rohstoff für so genannte Location Based Services, legen sowohl die Forschungseinrichtungen am Standort als auch große, Mobilitäts-unterstützende Unternehmen.

Das Stadtportal bietet mit mobil.berlin.de ein Informationsangebot für mobile Endgeräte. Mit den „Mobilen Bürgerdiensten“ unterstützt die Verwaltung die Lebensweisen einer Großstadt. Gleichzeitig setzt Berlin auf Wireless LAN: Über 800 Hotspots ermöglichen mobiles Arbeiten nahezu überall in der Stadt.