Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen? Kampagne zu „Medien - Familie - Verantwortung“ startet

Pressemitteilung vom 31.08.2018
18-08-22-spielplatz_eltern
Bild: SenBJF

Ob auf dem Spielplatz, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim gemeinsamen Essen – viele Eltern nutzen ihre Smartphones auch in Situationen, in denen sie mit ihren Kindern zusammen sind. Doch gerade kleine Kinder brauchen Aufmerksamkeit und Anregungen durch die Eltern, zudem sind Eltern wichtige Vorbilder. Eine neue Informationskampagne der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Suchtprävention macht dies nun zum Thema. Unter dem Motto: „Medien – Familie – Verantwortung: Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ soll sie Eltern anregen, sich mit dem eigenen Medienverhalten im Familienalltag auseinanderzusetzen. Ab dem 1. September werden Plakate an vielen Kita-Standorten, in den Bezirksämtern und weiteren öffentlichen Einrichtungen zu sehen sein. Außerdem werden Postkarten mit Tipps für den Alltag ausliegen.
Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie: „Manchen Eltern ist gar nicht bewusst, dass sie manchmal ihren Smartphones mehr Aufmerksamkeit widmen als ihren Kindern. Aber wenn Kinder ihre Umgebung erkunden und neue Entwicklungsschritte machen, brauchen sie die Sicherheit, dass ihre Eltern sie aufmerksam begleiten. Als interessierte Zuhörer, lebhafte Ge-schichtenerzähler und aktive Spielgefährten tragen Eltern wesentlich dazu bei, dass ihre Kinder gute Fortschritte machen. Insbesondere im Kleinkindalter wirkt sich ein Mangel an Aufmerksamkeit und Zuwendung negativ auf die Sprachentwicklung und die Eltern-Kind-Bindung aus. Blickkontakt, Zuwendung und Kommunikation legen hier den Grundstein für eine gute Entwicklung.“
Verschiedene Studien, die sich mit dem Medienkonsum von Kindern und Familien befassen, un-termauern die Notwendigkeit eines reflektierten Umgangs mit digitalen Medien insbesondere in der frühen Kindheit. Beispielsweise legen Ergebnisse der BLIKK-Medienstudie nahe, dass ein Zu-sammenhang zwischen Fütter- und Einschlafstörung von Säuglingen bei zeitgleicher Nutzung elektronischer Medien der Mutter besteht.

Die Kampagne wendet sich außer an Eltern auch an Fachkräfte in Kitas, Familienzentren, Jugend- und Gesundheitsämtern sowie medizinischen Einrichtungen. Die Plakate und Postkarten sollen ei-nen guten Einstieg in das Gespräch mit Eltern bieten, um sich offen über den alltäglichen Medien-konsum auszutauschen. Die Kampagne hat ihren Ursprung in Mecklenburg-Vorpommern, wo sie 2016 gestartet wurde. Weitere Bundesländer und Regionen haben sich seitdem angeschlossen.
Bildmotive der Kampagne finden Sie hier