Von der Kulturstiftung des Bundes aufgelegte Vermittlungsprogramme in Berlin: Bauhaus Agenten und lab.Bode

Pressemitteilung vom 17.10.2017

Zum Schuljahr 2016/17 hat die Kulturstiftung des Bundes zwei neue Vermittlungsprogramme aufgelegt, bei denen zwei Berliner Museen mit insgesamt 17 Schulen in Berlin eng zusammenarbeiten: „Bauhaus Agenten“ und „lab.Bode“.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres: „Eine gestärkte Kooperation zwischen Schulen und Museen führt dazu, dass Barrieren abgebaut werden können und Schülerinnen und Schüler leichter den Weg ins Museum finden.“

Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes: „Programme wie lab.Bode und die Bauhaus Agenten eröffnen Museen den Freiraum, neue Wege in der Vermittlungsarbeit zu gehen. Kurzbesuche reichen nicht: Um Kinder und Jugendliche für Museen zu begeistern, ist eine tatkräftige und dauerhafte Zusammenarbeit mit den Schulen unerlässlich. Wir freuen uns, dass die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie dieses Ziel mitträgt.“

Die zwei Bauhaus-Agentinnen entwickeln gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Gestalterinnen und Gestaltern, Architektinnen und Architekten sowie Stadtforscherinnen und Stadtforschern neue Formate für ein innovatives und umfassendes Vermittlungsprogramm für das Bauhaus-Archiv Berlin, das derzeit denkmalgerecht saniert und um einen Neubau erweitert wird. Es sollen Vermittlungsformate für verschiedene Schultypen erprobt werden, die Ergebnisse werden anschließend allen Berliner Schulen zur Verfügung stehen.

Das Bauhaus-Agenten-Programm ist anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses 2019 aufgelegt worden und wird außer in Berlin auch in Weimar und Dessau, den beiden ersten Standorten der berühmten Kunstschule, durchgeführt. In Berlin sind acht Schulen, darunter eine Grundschule, drei Integrierte Sekundarschulen, zwei Gemeinschaftsschulen und zwei Gymnasien, in das Programm einbezogen.

Die Staatlichen Museen zu Berlin haben 2016 gemeinsam mit der Kulturstiftung des Bundes das bundesweite Programm „lab.Bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen“ gestartet. Im Vermittlungslabor im Bode-Museum arbeitet „lab.Bode“ mit neun Berliner Schulen zusammen, darunter zwei Grundschulen, zwei Gemeinschaftsschulen, zwei ISS sowie zwei Gymnasien. Das Bode-Museum hat eine außerordentlich bedeutsame Sammlung, die allerdings einem jüngeren Publikum wenig vertraut ist. In Zukunft soll die Perspektive der Bildung und Vermittlung in alle Arbeitsabläufe im Museum integriert werden, um das Haus stärker für Kinder und Jugendliche zu öffnen. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus den Schulprojekten sollen nach Ablauf des Programms allen Museen in Deutschland sowie Vermittlerinnen und Vermittlern zur Verfügung stehen.