Häufig gestellte Fragen zur Anerkennung von Abschlüssen als Lehrkraft

In Berlin gibt es drei Lehrämter.
  • Lehramt an Grundschulen (Klassenstufen 1 bis 6)
  • Lehramt an Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien (Klassenstufen 7 bis 13)
  • Lehramt an beruflichen Schulen (Klassenstufen 7 bis 13 an den berufsbildenden Schulen)

Bitte beachten Sie, dass es in Berlin kein Lehramt ausschließlich für die Sekundarstufe I gibt. Ausländische Ausbildungen von Lehrkräften, mit denen im Herkunftsstaat die Lehrbefähigung für die Klassenstufen 5 bis 8 bzw. 9 erworben wird, werden daher dem Berliner Lehramt an Grundschulen zugeordnet. Für dieses Lehramt müssen in Berlin drei Fächer studiert werden, wobei Studienleistungen in Deutsch und Mathematik verbindlich sind.

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Das Verfahren für die Anerkennung ausländischer Ausbildungen von Lehrkräften wird durch das Gesetz zur Anerkennung und Gleichstellung ausländischer Lehrkräftequalifikationen (Lehrkräftequalifikationsfeststellungsgesetz Berlin – LQFG Bln) und die Verordnung über den Anpassungslehrgang und die Eignungsprüfung nach dem Gesetz zur Umsetzung der Richtlinien 89/48/EWG, 92/51/EWG und 2001/19/EG für Lehrerberufe (EG-Richtlinienverordnung für Lehrerberufe – EG-RL-LehrVO) geregelt.

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Die Zuordnung der ausländischen Ausbildung als Lehrkraft zu einem Berliner Lehramt erfolgt im Rahmen des Anerkennungsverfahrens durch die Anerkennungsstelle. Ausschlaggebend ist, für welche Schulart bzw. welche Klassenstufen die Lehrbefähigung im Herkunftsstaat erworben wurde. Nur sofern die Zuordnung zu mehreren Berliner Lehrämtern erfolgen kann, können Sie wählen, für welches Lehramt Sie die Gleichstellung erreichen wollen.

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Wenn alle erforderlichen Antragsunterlagen vollständig vorliegen und eindeutig erkennbar ist, dass eine abgeschlossene Qualifikation als Lehrkraft nach dem Recht des jeweiligen Landes vorliegt, erhalten Sie nach spätestens vier Monaten einen Bescheid, der Ihnen per Einschreiben zugestellt wird.

In Einzelfällen kann es erforderlich sein, dass für die Bewertung Ihrer Qualifikation ein Gutachten bei der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen eingeholt werden muss. In diesen Fällen kann sich die Bearbeitung um die von der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen benötigte Bearbeitungszeit verlängern.

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Die Gebühr wird erst fällig, wenn Ihr Antrag bearbeitet wurde. Sie erhalten einen Gebührenbescheid mit der Bitte, den Betrag innerhalb eines Monats zu überweisen.

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Es bestehen in Berlin derzeit keine Fristen innerhalb derer die Auflagen erfüllt werden müssen. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Rechtsgrundlagen und damit auch die Anerkennungspraxis ändern, sollten Sie die Auflagen möglichst innerhalb der folgenden 5 Jahre abschließen.

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Mit dem ausführlichen Bescheid erhalten Sie detaillierte Informationen zu den noch zu erbringenden Studien- und Prüfungsleistungen. Geeignet sind die Studienangebote in den Lehramtsstudiengängen der Berliner Universitäten.

Eine Bewerbung zum Studium ist zwar jederzeit möglich, jedoch können Sie eine auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Beratung durch die Universität nur erhalten, wenn Ihnen der ausführliche Bescheid vorliegt. Wir empfehlen daher sich erst mit der Universität in Verdingung zu setzen, wenn Ihnen der ausführliche Bescheid vorliegt. Die Bewerbungsfristen und –modalitäten können Sie den Homepages der Universitäten entnehmen.

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Mit dem ausführlichen Bescheid erhalten Sie detaillierte Informationen zu den zuständigen Beratungsstellen der Berliner Universitäten. Bitte beachten Sie, dass Sie dort erst individuell beraten werden können, wenn Ihnen der ausführliche Bescheid vorliegt.

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Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat keine Möglichkeit, Kosten, die im Zusammenhang mit dem Studium entstehen, zu übernehmen.

Unter Umständen können Studiengebühren anteilig durch den Härtefallfonds übernommen werden. Bitte machen Sie sich bei der hierfür zuständigen Stelle sachkundig.

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Wenn Sie bei der Antragstellung bereits über einschlägige Berufserfahrung als Lehrkraft an öffentlichen Schulen oder anerkannten Privatschulen verfügen und diese bei Antragstellung nachweisen, wird bei der Bewertung Ihrer Berufsqualifikation geprüft, ob festgestellte Ausbildungsunterschiede durch diese Tätigkeit ganz oder teilweise ausgeglichen werden können.

Bitte beachten Sie unbedingt die Hinweise in der Informationsbroschüre zu den Angaben, die ein Tätigkeitsnachweis enthalten muss.

Sofern das Fach Deutsch als Fremd- oder als Zweitsprache unterrichtet wurde, ist keine Berücksichtigung der Berufstätigkeit möglich, da das Fach Deutsch in Berlin als muttersprachlicher Unterricht erfolgt.

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Für Teilnehmende am schulpraktischen Teil des Anpassungslehrgangs findet zu dessen Beginn eine Auftaktveranstaltung statt, in der Sie über Ihre Rechte und Pflichten während des schulpraktischen Teils des Anpassungslehrgangs informiert werden.

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Nein, sobald das Meldeverfahren zur Eignungsprüfung begonnen wurde, ist ein Wechsel in den schulpraktischen Teil des Anpassungslehrgangs nicht mehr möglich.

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Die erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse müssen Sie spätestens vor der Aufnahme in den schulpraktischen Teil des Anpassungslehrgangs oder vor der Meldung zur Eignungsprüfung nachgewiesen haben.

Um das Antragsverfahren zu beginnen, ist der Nachweis der erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse noch nicht notwendig.

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Ja, bereits mit einem Kurzbescheid, der das Vorliegen einer ausländischen Ausbildung als Lehrkraft bestätigt, ist z. B. ist eine Bewerbung als muttersprachliche Lehrkraft an einer Staatlichen Europa-Schule Berlin möglich. Voraussetzung hierfür ist ein entsprechender Bedarf.

Eine befristete Einstellung als Vertretungslehrkraft kann bei entsprechendem Bedarf ebenfalls erfolgen.

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Sie können sich nach der Gleichstellung mit einem Berliner Lehramt auch in anderen Bundesländern bewerben. Darüber, ob eine Einstellung in den Schuldienst in einem anderen Bundesland möglich ist, entscheidet die jeweils zuständige Stelle des anderen Bundeslandes.

Da sich die Ausbildung der Lehrkräfte von Bundesland zu Bundesland unterscheiden kann (unterschiedliche Lehrämter und Fächer), sollten Sie Ihren Antrag in dem Bundesland stellen, in dem Sie als Lehrkraft tätig werden wollen.

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