Religions- und Weltanschauungsunterricht

Schulbücher Religion
Bild: SenBJW

Am Religions- und Weltanschuungsunterricht, der in Berlin freiwillig ist, nimmt durchschnittlich jeder zweite Schüler teil. Neun Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften bieten den Unterricht in Schulen an, in denen bei Eltern oder Schülern an der jeweiligen Religion oder Weltanschauung Interesse besteht.

Junge liest im Religionsunterricht
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Unterrichtsinhalte

Die jeweiligen Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften bestimmen die Unterrichtsinhalte, müssen aber die Rahmenlehrpläne genehmigen lassen, damit gewährleistet ist, dass der Religionsunterricht den gleichen Maßstäben wie für den allgemeinen Unterricht gerecht wird.

Der Unterricht wird von neun Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in allen öffentlichen Schulen angeboten, in denen Interesse in der Eltern bzw. Schülerschaft besteht:

  • die evangeliche Kirche
  • die katholische Kirche
  • die Jüdische Gemeinde in Berlin
  • die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland
  • der Humanistische Verband Deutschlands
  • die Islamische Föderation – mit einem Angebot von islamischem Religionsunterricht
  • das Kulturzentrum Anatolischer Aleviten – mit einem Angebot von islamischem Religionsunterricht
  • die Buddhistische Gesellschaft in Berlin
  • die Christengemeinschaft

Teilnahme

Die Teilnahme am Religions- und Weltanschauungsunterricht von Klasse 1 bis 10 ist freiwillig. Die Erziehungsberechtigten bzw. die ab dem 14. Lebensjahr religionsmündigen Schülerinnen und Schüler entscheiden selbst über ihre Teilnahme durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der Schulleiterin oder dem Schulleiter.

Lehrpersonal

Der Religionsunterricht wird erteilt von Personen mit der Befähigung für ein Lehramt und einer Prüfung im Fach Religionslehre oder von Personen, die ein fachwissenschaftliches Studium an einer Hochschule oder eine vergleichbare Ausbildung abgeschlossen haben.

Von Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, sind die für die Ausübung eines Lehramts erforderlichen Sprachkenntnisse nachzuweisen. Als geeigneter Nachweis gilt z. B. das Große Deutsche Sprachdiplom des Goethe-Instituts.

Durch unangemeldete Unterrichtsbesuche wird die Einhaltung der Vorgaben des Grundgesetzes und des Schulgesetzes im Unterricht kontrolliert. Darüber werden Berichte geschrieben und in der Verwaltung ausgewertet.

Die Schule hat für die Erteilung des Religionsunterrichts an die ordnungsgemäß angemeldeten Schülerinnen und Schüler wöchentlich zwei Unterrichtsstunden im Stundenplan der Klassen freizuhalten und unentgeltlich Unterrichtsräume zur Verfügung zu stellen.