Berufsvorbereitung

Schülerinnen mit Kopfhörern
Bild: SenBJW

Im Rahmen der „Integrierten Berufsausbildungsvorbereitung“ (IBA) sollen Schülerinnen und Schüler in einem Bildungsgang fit gemacht werden, um unmittelbar in eine Berufsausbildung oder in ein Beschäftigungsverhältnis einzutreten. Dabei werden vorrangig die notwendigen Kompetenzen für den Eintritt und die Planung des Übergangs in eine Ausbildung vermittelt.

Mit dem Schulversuch “Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung”, an dem 16 Oberstufenzentren und 64 Klassen mit insgesamt 1.250 Schülerinnen und Schülern teilnehmen, wird der Anteil der betrieblichen Praktika auf 10 Wochen deutlich ausgeweitet und der berufliche Anschluss durch Bildungsgangbegleiter der Träger systematisch und aktiv unterstützt.

Ziel ist, die Schülerinnen und Schüler für den direkten Übergang in die duale Ausbildung zu qualifizieren. Nach wie vor können in diesem Schuljahr aber auch die Abschlüsse:

Berufsausbildungsvorbereitung

Berufsqualifizierender Lehrgang in Teilzeitform (BQL-TZ)

Arbeitslose Jugendliche können einen berufsqualifizierenden Lehrgang in Teilzeitform (BQL-TZ) besuchen, wenn die besondere Begleitung eines betrieblichen Praktikums gewährleistet ist.

Der Lehrgang dauert ein Schuljahr und vermittelt Jugendlichen, die keinen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden haben, berufliche Grundkenntnisse zur Vorbereitung auf eine spätere Berufsausbildung oder Berufstätigkeit.

Die Aufnahme in diesen Lehrgang setzt keinen Schulabschluss voraus.
Der erfolgreiche Besuch des Bildungsgangs kann dann zu einem der Berufsbildungsreife oder der erweiterten Berufsbildungsreife gleichwertigen Schulabschluss führen.

Berufsqualifizierende Lehrgänge (BQL und BQL-FL)

Für Schülerinnen und Schüler, die keinen Ausbildungsplatz in einer Ausbildungsstätte gefunden haben, werden berufsqualifizierende Lehrgänge (BQL) in Vollzeitform eingerichtet, die durch eine Erweiterung der Allgemeinbildung und die Vermittlung beruflicher Grundkenntnisse die Aufnahmemöglichkeit einer beruflichen Ausbildung oder Tätigkeit verbessern.
Für diesen Lehrgang wird kein Schulabschluss vorausgesetzt.

Für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die zum Beispiel nicht durch einen einjährigen berufsqualifizierenden Lehrgang (BQL) oder nicht hinreichend gefördert werden können, werden nach Beendigung des zehnten Schuljahres zweijährige Lehrgänge mit Vollzeitunterricht eingerichtet (BQL-FL).

Berufsvorbereitender Lehrgang (BV) mit Teilzeitunterricht

Schülerinnen und Schüler erhalten Berufschulunterricht, wenn sie an einem öffentlich geförderten, auf eine berufliche Erstausbildung vorbereitenden Lehrgang von meist einjähriger Dauer (berufsvorbereitender Lehrgang) teilnehmen und keinen studienqualifizierenden Schulabschluss (Fachhochschulreife, allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife) haben und noch nicht das 20. Lebensjahr vollendet haben.
Der Erwerb eines allgemein bildenden Schulabschlusses ist in diesen Lehrgängen nicht möglich.

Einjährige Berufsfachschule

Die einjährige Berufsfachschule bereitet auf eine anschließende Berufsausbildung im dualen System oder weiterführende Bildungswege vor (z. B. einjährige kaufmännische Berufsfachschule, einjährige Berufsfachschule gewerblich-technischer Fachrichtungen sowie einjährige Berufsfachschule für Sozialwesen). Zugangsvoraussetzung ist die erweiterte Berufsbildungsreife. Der mittlere Schulabschluss (MSA) kann durch Prüfung erworben werden.

Schulversuch „Integrierte Berufsausbildungsvorbereitung (IBA)“

Dieser Schulversuch erprobt die organisatorische Zusammenführung der berufsqualifizierenden Lehrgänge und der einjährigen Berufsfachschule an sechs Oberstufenzentren.

Die Schülerinnen und Schüler können die entsprechenden Abschlüsse dieser beiden Bildungsgänge erwerben. Die Übergänge in eine Ausbildung werden in dieser Angebotsform durch betriebliche Praktika unterstützt.