Studie: Noch mehr Potenzial in der Industriellen Gesundheitswirtschaft

Pressemitteilung vom 29.06.2016

Die Industrielle Gesundheitswirtschaft gehört zu den wichtigsten Wachstumstreibern Berlins, hat aber ihr volles Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR, die heute in Berlin vorgestellt und von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung unterstützt wurde.

Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung sagte: „Die Gesundheitswirtschaft hat maßgeblichen Anteil daran, dass Berlin zurück ist auf der Landkarte technologiestarker Industriestandorte. In den vergangenen fünf Jahren haben wir mehr als 100 Mio. Euro aus unseren Wirtschafts- und Innovationsförderungsprogrammen in den Gesundheitssektor gelenkt. Auch in Zukunft wollen wir dessen Innovationskraft weiter stärken durch einen zügigen Transfer von Forschungsergebnissen in therapeutische Lösungen. Auch wollen wir unsere Digitalstärke nutzen, damit Berlin zur E-Health-Metropole wird.“

Die Studie – „Der ökonomische Fußabdruck der industriellen Gesundheitswirtschaft (IGW) und ausgewählter Teilbereiche der Branche Berlin-Brandenburg“ – bestätigte die große Bedeutung der IGW in der Region. Sie sorgt für Wertschöpfungseffekten von insgesamt 9,2 Milliarden Euro, wobei die Unternehmen sichere Arbeitgeber sind. Jeder 5. Arbeitnehmer (56.700) des verarbeitenden Gewerbes ist in der IGW beschäftigt. Unter Berücksichtigung indirekter und induzierter Effekte auf den Arbeitsmarkt sichert die IGW weitere ca. 88.000 Arbeitsplätze. Dieser Effekt zeigte sich im Rahmen der Studie insbesondere bei Betrachtung der pharmazeutischen Industrie: Auf zwei Arbeitsplätze in der pharmazeutischen Industrie kommen neun weitere in der regionalen Gesundheitswirtschaft.

Die Studie zeigt weiter die Stärke Berlins im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Mit 16,4 Prozent liegt der Anteil der Erwerbstätigen im F&E-Bereich deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 11,9 Prozent. Auch die Exportstärke ist überdurchschnittlich ausgeprägt. Das Exportvolumen der IGW der Region Berlin-Brandenburg betrug insgesamt 4,5 Mrd. EUR, was einem Anteil von 17 Prozent am Gesamtexportvolumen der Region entspricht. Dieser Wert ist fast drei Mal so hoch wie im bundesdeutschen Vergleich.