Wirtschaftssenatorin Yzer in der Aktuellen Stunde: Berlin braucht noch auf Jahre überproportionales Wachstum

Pressemitteilung vom 28.04.2016

Das Berliner Wirtschaftswachstum kennt seit 2013 nur eine Richtung: aufwärts. Das verdeutlichte Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer in ihrer Rede zur Aktuellen Stunde im Abgeordnetenhaus. Die CDU-Politikerin warnte jedoch die Volksvertreter eindringlich davor, die Erfolgsmeldungen bei Ansiedlungen, Arbeitsplätzen, der Lohnentwicklung und dem kräftigen Ansteigen des damit verbundenen Steueraufkommens als Selbstverständlichkeit hinzunehmen. „Berlin braucht noch auf Jahre überproportionales Wachstum. Wir müssen tagtäglich dafür arbeiten, um die erfolgreich begonnene Aufholjagd fortzusetzen.“

Die Überschrift der Aktuellen Stunde an diesem Donnerstag im Abgeordnetenhaus „Starkes Wachstum der Berliner Wirtschaft“ konnte treffender nicht sein. Seit drei Jahren übertrumpft das einstige Dauerschlusslicht den Bundesdurchschnitt. In 2015 legte das Land Berlin mit 3 Prozent Wachstum ein fast doppelt so kräftiges Wachstum hin wie der Bund (1,7 Prozent). Senatorin Yzer bekräftigte in der Rede zum Auftakt der 80. Parlamentssitzung ihr Vertrauen in die Leistungs- und Innovationskraft der Berliner Unternehmen und prognostiziert für das laufende Jahr ein Wachstum von 2,5 Prozent. Diese Einschätzung liegt deutlich über der des Wachstums auf Bundesebene.

„Berlin ist zurück auf der Landkarte technologiestarker Industriestandorte und profitiert wie keine andere Region von den Chancen der Digitalisierung. Reindustrialisierung durch Digitalisierung ist die große Chance für Berlin und deswegen müssen wir für unsere Unternehmen als öffentliche Hand die notwendige digitale Infrastruktur bereitstellen“, mahnte Yzer den Ausbau der Daten- und Kommunikationsnetze an. In einem ersten Schritt hat die Senatsverwaltung für Wirtschaft in dieser Woche für den Clean Tech Business Park Marzahn beim Bundesverkehrsministerium einen Antrag auf Förderung eines 1 Gigabit schnellen Breitbandanschlusses gestellt.

Doch nicht nur Unternehmen aus dem Technologiebereich sollen mit Blick auf die Herausforderungen im Zeitalter der Digitalisierung gefördert werden. Senatorin Yzer wies in ihrer Rede auf die Mittelstandsoffensive hin. Mit erweiterten, aber auch neuen Förderprogrammen stehen für Unternehmen auch aus klassischen Branchen 200 Millionen Euro Fördermittel bereit. Mit Programmen wie „Mittelstand 4.0“ werden die Firmen der Mittelstandsstadt Berlin vor allem bei Digitalisierungsvorhaben unterstützt.

Zeit ist Geld, zitierte die Senatorin einen Grundsatz aus der Wirtschaft und bekannte sich dazu, auch ihre Verwaltung auf Tempo getrimmt zu haben. Als Beispiel nannte sie die Umwandlung von Brachgelände in Gewerbeflächen: „Berlin brummt und deswegen werden die Flächen knapp. Wir müssen aber um wirtschaftlich zu wachsen, jedem interessierten Investor innerstädtische Gewerbeflächen anbieten können.“ Aktuell erschließt die Senatsverwaltung für Wirtschaft 55 Hektar Gewerbefläche, neben Flächen auf dem Campus Buch und am geplanten Technologie- und Gründerzentrum in Dahlem auch 33 Hektar der sogenannten Gleislinse in Adlershof.

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