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Innovatives Handwerk: Unternehmen zeigen Wirtschaftssenatorin und Handwerks­kammer­präsident neue Produktionstechnologien

Pressemitteilung vom 07.12.2015

In der Tischlerei übernimmt die Werksmaschine vollautomatisch alle Fräsarbeiten und bei der Produktion von Modell- und Prototypen kommt der 3-D-Drucker zum Einsatz. Zwei Unternehmensbeispiele, die zeigen, dass das Berliner Handwerk technisch auf dem neuesten Stand ist. Von innovativen Produktionsprozessen als Antwort auf die digitalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts konnten sich Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, und Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz bei ihrer heutigen Unternehmenstour durch den Innovationspark Wuhlheide selbst überzeugen.

Wirtschaftssenatorin Yzer: „Das Berliner Handwerk steht im Zuge der Digitalisierung und neuer Technologien vor der Aufgabe, seine Produkte und Dienstleistungen für die Zukunft wettbewerbsfähig zu entwickeln. Die Hauptstadt bietet als europäischer Hub der Digitalwirtschaft dafür beste Voraussetzungen. Dieses Know-how müssen wir für die mittelständischen Betriebe noch stärker zugänglich machen und gleichzeitige eine Infrastruktur für die Umsetzung von Innovationen schaffen. Dafür stellen wir in den kommenden beiden Jahren rund 200 Millionen Euro zusätzlich mit unseren Programmen zur Stärkung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zur Verfügung. Die beiden Unternehmen zeigen schon heute, dass sich diese Investitionen lohnen.“

Handwerkskammerpräsident Schwarz: „Innovative Handwerksunternehmen sind ein Wachstumsmotor für unser Berliner Handwerk. Sie leisten einen überaus wichtigen Beitrag dazu, dass die Berliner Wirtschaft wettbewerbsfähig ist. Wir sind stolz, dass wir im Berliner Handwerk Betriebe haben, die über ein großes Zukunftspotenzial verfügen und modernste Technologien einsetzen. Diese Unternehmen sind echte Vorbildbetriebe, die beweisen, dass das Berliner Handwerk bestens für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet ist.“

Das Berliner Handwerk ist mit seinen 30.000 Betrieben und rund 180.000 Beschäftigen ein starker Eckpfeiler des Wirtschaftsstandortes Berlin. Im Rahmen der Mittelstandsoffensive fördern Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung und Investitionsbank Berlin in den Jahren 2016/2017 Innovation und Investition im Berliner Mittelstand mit rund 200 Millionen Euro zusätzlich. Dazu gehören unter anderen die Erweiterung der GRW, die Neuauflage der KMU-Fonds sowie das neue Programm Mittelstand 4.0 mit Darlehen für Innovationen im Digitalbereich.

  • Tischlerei-Meisterbetrieb Christian Trzcinski
    Der Tischlerei-Meisterbetrieb Christian Trzcinski setzt bei der Produktion und Restauration von Rauch-, Brandschutz- und Schallschutztüren immer mehr auf automatisierte Produktion. Als einer der ersten Tischlereibetriebe in Berlin hat das Unternehmen vor drei Jahren in eine Allrounder-Fräsmaschine mit 72 Werkzeugen investiert. Zuvor am Computer mit spezieller Software programmiert, kann die sogenannte 5-Achs-CNC-Maschine mit modernster Steuerungstechnik Arbeiten von bis zu acht Stunden vollautomatisch und dabei höchst präzise und effizient vollziehen.
  • Heinz Jahn Modell- und Formenbau GmbH
    Auch bei der Heinz Jahn Modell- und Formenbau GmbH ist moderne industrielle Produktion ohne Digitalisierung nicht mehr denkbar: Prototypen und Formen aus Leichtmetallen, Kunststoffen und Holz werden zunächst am Computer modelliert und anschließend über moderne CNC-Maschinen hergestellt. Für die technische Beratung des Kunden kommt zudem ein 3-D-Drucker zum Einsatz.