Europäischer Sozialfonds: Wirtschaftsverwaltung erkämpft von EU 215 Millionen Euro für Qualifizierungs- und Sozialprogramme

Pressemitteilung vom 12.12.2014

EU-Kommission genehmigt das Operationelle Programm für 2014 bis 2020

Berlin stehen in den kommenden Jahren rund 215 Millionen Euro Fördermittel der EU für Maßnahmen im Zeichen von mehr Beschäftigung, bessere Aus- und Weiterbildung sowie soziale Integration zur Verfügung. Die Europäische Kommission hat jetzt das Operationelle Programm für den Europäischen Sozialfonds (ESF) für die Förderperiode 2014 bis 2020 genehmigt. In dem nun freigegebenen Programm sind die vom Land Berlin angemeldeten Maßnahmen und Projekte festgezurrt. Die erfolgreichen Verhandlungen mit der EU-Kommission waren von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung in einem langwierigen Prozess geführt worden.

Die Schwerpunkte des Operationellen Programms sind:
  • Nachhaltige Beschäftigung: Auf dem schnelllebigen Arbeitsmarkt sollen Beschäftigte besser qualifiziert werden. Insbesondere geht es um den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen, aber auch Unternehmensgründer sollen speziell gefördert werden.
  • Inklusion und Armutsbekämpfung: Besondere Qualifizierungsprogramme sollen Bürgerinnen und Bürger mit besonderem Unterstützungsbedarf – beispielsweise Menschen mit Migrationshintergrund oder Langzeitarbeitslose – helfen, sich besser zu integrieren und in den aktiven Arbeitsmarkt zurückzufinden.
  • Bildung und lebensbegleitendes Lernen: Investitionen in Bildung und Weiterbildung sowie lebenslanges Lernen sollen vor allem junge Menschen für den Arbeitsmarkt fit machen. Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitssuchende können von diesen Fortbildungsprogrammen ebenfalls profitieren.

Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer: „Wir haben die Europäische Kommission durch einen intensiven Dialog von unseren Projekten überzeugen und dabei mehr Fördermittel für Berlin einwerben können als zunächst erwartet. Die Beschäftigtenzahlen in Berlin legen zu, gleichzeitig steigen die Anforderungen am Arbeitsplatz. Jetzt geht es darum, die EU-Mittel zielgerichtet für Qualifizierung einzusetzen, um mehr Menschen, die lange am Arbeitsmarkt außen vor waren, die Chance zu geben vom stärker werdenden Wirtschaftsstandort Berlin zu profitieren.”

Die Mittel der neuen Förderperiode werden voraussichtlich ab Mitte 2015 genutzt. Bis dahin stehen noch Mittel aus der aktuellen Förderperiode bereit. 20 Prozent der Fördermittel müssen dabei explizit für die Armutsbekämpfung eingesetzt werden. In der Förderperiode 2007 bis 2013 standen Berlin 336 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung.

Weitere Informationen zum ESF unter www.berlin.de/sen/wirtschaft/gruenden-und-foerdern/europaeische-strukturfonds/esf