Von der Schraubbank zum Satellitenlabor: Wirtschaftssenatorin besucht Betriebe mit Technologien von morgen

Pressemitteilung vom 21.08.2014

Dass Handwerk zum Mond fliegen kann und Kollege Roboter in der Tischlerei das 3-D-Fräsen übernimmt, davon konnte sich heute die Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer, selbst überzeugen. Gemeinsam mit CDU-Fraktionschef Florian Graf ließ sie sich von Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz zwei Berliner Top-Betriebe zeigen, die traditionelles Handwerk mit bahnbrechender Technologie bereits verknüpft haben.

Innovation ist für die Wirtschaftssenatorin eine der größten Triebfedern für Wirtschaftswachstum. Aus dieser Überzeugung heraus hat Cornelia Yzer eine Initiative zur Reform des Vergaberechts gestartet. Über eine sogenannte Clearingstelle als Leitfaden für Innovationsprodukte sollen künftig neue Ideen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge stärker berücksichtigt werden. „Wir möchten Innovation fördern, wo wir nur können. Dazu gehören Weiterbildungsangebote, die Förderung des Innovationsberaters der Handwerkskammer, aber vor allem möchten wir durch die künftige innovationsoffene Vergabegestaltung Entwicklungsleistungen unterstützen“, so die Wirtschaftssenatorin.

Handwerkspräsident Schwarz hat auf der Hightech-Handwerktour den CDU-Politikern Yzer und Graf zwei außergewöhnliche Berliner Betriebe vorgestellt. Am Columbiadamm baut die als klassische Tischlerei gegründete Artis GmbH maßgeschneiderte Interieurs für Shops, Praxen, Büros oder auch Elemente für Messeauftritte. Für das Neue Museum in Berlin hat Artis mithilfe seines Roboters im 3-D-Fräseverfahren Vitrinen hergestellt. In den Weltraum geschossen werden dagegen die Produkte der Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH. So bauten die Berliner mit dem sogenannten „Satellitenbus“ Herz und Kopf des Satelliten TET-1, der die Feuer auf der Erde beobachtet.

Handwerkskammerpräsident Schwarz: „Wir haben in unserer Stadt zahlreiche Handwerker, die mit innovativen Ideen die Wirtschaft bereichern. Wir sind stolz auf Unternehmerinnen und Unternehmer, die strategisch denken und die Zukunft planen. Hier zeigt das Handwerk sein Potenzial. Betriebe wie Artis und Astro- und Feinwerktechnik sind großartige Vorbilder, die den Beweis antreten: Keine Innovation ohne Handwerk und ohne Handwerk keine Innovation.“

CDU-Fraktionschef Graf: „Der Mittelstand, die zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen, sichern die meisten Arbeitsplätze und schaffen neue. Wir setzen die Rahmenbedingungen für eine gute Wirtschaftspolitik. Das Ergebnis: Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Und genau deshalb stehen wir für eine mittelstandsfreundliche Politik.“

Für Senatorin Cornelia Yzer ist das Handwerk ein Stabilitätsanker des Wirtschaftsstandortes Berlin. In den Betrieben des Handwerks sind rund 180.000 Menschen beschäftigt.