Gedenken an die engagierte Protestantin und Widerstandskämpferin Elisabeth Schmitz

Pressemitteilung vom 12.12.2013

Kulturstaatssekretär André Schmitz und der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge, gedenken aus Anlass ihres 120. Geburtsjahres der engagierten Protestantin und Widerstandskämpferin Dr. Elisabeth Schmitz.
Die Feier findet am Dienstag, den 17. Dezember, um 18.00 Uhr im Großen Saal des Berliner Rathauses statt.
Die Rede zum Gedenken an die Berliner Historikerin und Pädagogin Dr. Elisabeth Schmitz hält die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und jetzige Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, Prof. Dr. Margot Käßmann. Für die musikalische Gestaltung sorgen Schülerinnen und Schüler der Beethoven-Oberschule in Steglitz sowie Landeskirchenmusikdirektor Prof. Dr. Gunter Kennel und Ursula Thurmair.

Staatssekretär Schmitz vorab: „Elisabeth Schmitz hat für uns eine besondere Bedeutung. Sie steht mit ihrem Handeln für eine aktiv gelebte, mutige christliche Praxis des Widerstands gegen den Nationalsozialismus.“

Elisabeth Schmitz (1893-1977) verfasste 1935/36 als Mitglied der Bekennenden Kirche die Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“. Sie forderte darin ein bedingungsloses Eintreten der Bekennenden Kirche sowie konkrete praktische Hilfe für verfolgte „Nächste“ ohne Ansehen der jeweiligen Konfession oder Religion. Sie engagierte sich für evangelische Christen jüdischer Herkunft und für verfolgte Juden. 2011 ehrte die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem Schmitz als „Gerechte unter den Völkern“. Die gebürtige Hanauerin hatte in Bonn und Berlin Geschichte, Germanistik und Theologie studiert und war hier bis 1938 im Schuldienst tätig, zuletzt an der heutigen Beethoven-Oberschule in Lankwitz.