Schmitz: Berlin unterstützt Gedenkort Trostenez

Pressemitteilung vom 08.11.2013

Im Anschluss an ein Gespräch mit einer hochrangigen belarussischen Delegation über eine künftige Gedenkstätte am Ort des ehemaligen Vernichtungslagers Trostenez/Minsk in Weißrussland erklärt Kulturstaatssekretär André Schmitz:

„Ich begrüße nachdrücklich die Initiative des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes, in Trostenez einen europäischen Ort der Erinnerung zu schaffen. Trostenez war ein zentraler Tatort des Holocausts, an dem auch über 1000 Berliner Bürger ums Leben kamen. Die Errichtung einer Gedenkstätte an diesem Ort ist eine moralische Pflicht demokratischer Erinnerungskultur. Berlin wird dieses Projekt finanziell unterstützen.“

Trostenez ist der einzige große von den Nationalsozialisten geschaffene Massenvernichtungsort in Europa, an dem es bisher keine angemessene Gedenkstätte für die mehr als 200.000 Opfer gibt, von denen 22.000 Menschen aus Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln und Hamburg nach Trostenez deportiert und ermordet wurden.