Zahl der Besuche in den Berliner Museen und Gedenkstätten in 2011 deutlich gestiegen

Pressemitteilung vom 07.12.2012

Die Berliner Museen und Gedenkstätten haben weiterhin erfreuliche Zuwächse bei den Besucherzahlen zu verzeichnen. Während die Museumsbesuche bundesweit auf hohem Niveau stagnieren, durften die Berliner Museen und Gedenkstätten über insgesamt 15.791.060 Museumsbesuche im Jahr 2011 freuen. Das sind fast 900.000 oder 6% mehr als im Jahr 2010. Einschließlich der Besuche in den Berliner Ausstellungshäusern (ohne kommerzielle Galerien) stieg die Zahl in 2011 auf insgesamt 16.906.297 Besuche.

Das ist das Ergebnis der Berliner Auswertung der alljährlichen bundesweiten Museumsstatistik, die das Institut für Museumsforschung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nach Vorliegen aller Besuchszahlen deutscher Museen und Ausstellungshäuser für das Jahr 2011 erstellt hat. An der Umfrage beteiligt haben sich mit Besuchszahlenangaben 138 Museen und Gedenkstätten sowie 36 Ausstellungshäuser.

Staatssekretär André Schmitz: „Die Besucherzahlen unterstreichen die Attraktivität Berlins als kulturhistorischer Standort. Geschichte und Zeitgeschichte stehen bei vielen Berlin Besuchern offenbar hoch im Kurs. Das ist eine unter kulturellen wie auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehr erfreuliche Tendenz.“

Unter den 24 besucherstärksten Museen (über 200.000 Besuche) befinden sich 12 zeitgeschichtliche Museen und Gedenkstätten. Insgesamt gilt fast jeder zweite Besuch einem zeitgeschichtlichen Museum oder einer Gedenkstätte (2011: 7.458.308 – 2010: 7.014.661). Dabei nehmen das Haus am Checkpoint Charlie, die Topographie des Terrors und die Gedenkstätte Berliner Mauer vordere Positionen ein. Mit acht der 17 Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz unter den meistbesuchten Berliner Häusern und insgesamt 4.632.000 Besuchen (2010: 4.728.000) in der Liste unterstreichen die Staatlichen Museen zu Berlin auch 2011 ihre herausragende Bedeutung für die Berliner Museumslandschaft. Dabei hat das Pergamonmuseum mit einem deutlichen Plus wieder seinen hohen Rang als besucherstärkstes Berliner Museum zurückgewonnen.

Die 23 meistbesuchten Berliner Museen und Gedenkstätten (über 200.000 Besuche) in 2011 (Zahlen von 2010 in Klammern) sind:

Pergamonmuseum 1.301.752 (1.034.803),
Neues Museum 902.934 (1.142.577),
Haus am Checkpoint Charlie 870.000 (geschätzt nach Vorjahresangabe, akt. Zahlen liegen nicht vor)
Stiftung Topographie des Terrors 804.000 (503.564),
Deutsches Historisches Museum 741.336 (908.861),
Jüdisches Museum Berlin 721.655 (762.488),

Gedenkstätte Berliner Mauer 650.000 (358.729) (nur in der Ausstellung im Dokumentationszentrum gezählt – ohne Veranstaltungen im Besucherzentrum und Besuche in der Open-Air-Ausstellung auf dem Mauerstreifen) zuzüglich 192.604 (89.317) Besuche in der Versöhnungskapelle im Mauerstreifen der Gedenkstätte
Stiftung Deutsches Technikmuseum (mit Spectrum, Archenhold-Sternwarte und Zucker-Museum 630.736 (615.651)
DDR-Museum 493.129 (439.915),
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (nur Ort der Information ohne Denkmal) 468.000 (461.000),
Museum für Naturkunde 440.115 (490.000),
Schloss Charlottenburg mit Parkgebäuden 433.656 (492.793),
Bode-Museum 389.571 (260.206),
Stiftung Gedenkstätte Hohenschönhausen 342.408 (333.000),
Altes Museum 329.043 (362.450)
Alte Nationalgalerie 304.967 (362.186),
Deutscher Dom – Ausstellung zur Parl. Demokratie in Deutschland 294.827 (320.475),
Stiftung Domäne Dahlem 287.223 (339.030),
Hamburger Bahnhof 277.575 (313.785)
Gemäldegalerie/Kulturforum 276.793 (268.905),
Berliner Unterwelten 246.900 (2010: 209.668)
Story of Berlin 220.000 (220.000),
Neue Nationalgalerie 219.032 (253.048),
Stiftung Stadtmuseum mit allen Häusern 210.099 (187.671)

Die bestbesuchten Ausstellungshäuser in Berlin sind:
der Martin Gropius-Bau mit 345.000 (640.000),
das C/O Berlin 152.465 (160.000),
die Deutschen Guggenheim mit 123.925 (140.165)

Über den bundesweiten Trend und Vergleich wird das Institut für Museumsforschung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (Kontakt: 030 8301460) in diesen Tagen ihre umfassende Studie vorlegen.

(Rückfragen an Rainer E. Klemke (0151 16251697)