Gedenkstein für ermordete Berliner Juden in Kaunas eingeweiht

Pressemitteilung vom 25.11.2011

Heute vor 70 Jahren, am 25. November 1941, erschossen Angehörige eines deutsch-litauischen SS-Kommandos im IX. Fort in Kaunas über 1.000 jüdische Kinder, Frauen und Männer aus Berlin. Sie waren eine Woche zuvor aus ihrer Heimatstadt dorthin verschleppt worden.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, die Jüdische Gemeinde zu Berlin und die Bundesstiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas haben – mit Unterstützung der litauischen Gedenkstätte IX. Fort und der Deutschen Botschaft in Wilna – einen Gedenkstein für diese ermordeten Berliner Juden gestiftet, der am 25. November 2011 auf dem Gelände des IX. Forts festlich eingeweiht wird. ( Fotos unter: http://www.stiftung-denkmal.de/veranstaltungen/fotosgedenktafel )

Kulturstaatssekretär André Schmitz: „ Auf einer beeindruckenden Gedenkveranstaltung haben das Land Berlin und die Jüdische Gemeinde zu Berlin zusammen mit tausenden Berlinerinnen und Berliner am 18. Oktober der ersten Deportationen von jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern unserer Stadt in die Vernichtungslager vor 70 Jahren gedacht. Mit dem Gedenkstein im IX. Fort in Kaunas, erinnern wir an die Ermordung von 1.000 jüdischen Kindern, Frauen und Männer. Wir verneigen uns vor den Toten. Ihr Schicksal wird uns stete Mahnung sein, allen Formen von Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit energisch entgegen zu treten.“