2009 weiter steigende Besucherzahlen in zeitgeschichtlichen Museen und Gedenkstätten

Pressemitteilung vom 09.12.2010

Mit 13.335.263 (2008:13.395.634) Museumsbesuchen im Jahr 2009 haben die Berliner Museen insgesamt einen minimalen Rückgang (bei kulturgeschichtlichen und Kunstmuseen) von – 0,9 % (bundesweit um 1,9 % auf 106.820.203 Mio. – auch aufgrund attraktiver neuer Museen) zu verzeichnen. Einschließlich der Besuche in den Berliner Ausstellungshäusern (ohne Galerien) sowie den Besuchen der Open-Air-Ausstellungen auf dem Alexanderplatz sowie am Checkpoint Charlie ergibt sich eine deutlich um 7,6 % gewachsene Gesamtbesuchszahl von 16,7 Millionen Menschen, die in Berlin in 2009 eine Ausstellung/Museum/Gedenkstätte besucht haben (2008: 15,53 Mio.).

Das ist das Ergebnis der Berliner Auswertung der alljährlichen bundesweiten Museumsstatistik, die das Institut für Museumsforschung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nach Vorliegen aller Besucherzahlen deutscher Museen und Ausstellungshäuser für 2009 erstellt hat.

Kulturstaatssekretär André Schmitz: „Im Jahr des Mauerfalljubiläums fällt auf, dass die zeitgeschichtlichen Museen und Gedenkstätten mit plus 14,5 % einen weiteren Besuchsanstieg um 923.070 Besuche von 2008 5.419.832 auf 6.342.904 auf ohnehin schon sehr hohem Niveau verzeichnen können. Rechnet man noch die 1 Mio. Besuche in der Ausstellung zur Friedlichen Revolution auf dem Alexanderplatz und die 900.000 Besuche an der Galeriewand am Checkpoint Charlie dazu, kommt man auf rund 8,25 Millionen Besuche bei historischen und zeitgeschichtlichen Ausstellungen in Berlin. Das sind beeindruckende Zahlen und Zuwächse, die das immer noch steigende Interesse der Berlinerinnen und Berliner sowie der vielen Touristen zeigen, für die Berlin als Stadt der Zeitgeschichte von anhaltend wachsendem Interesse ist. Diese Entwicklung setzt sich nach der für 2010 gemeldeten Besuchszahlenentwicklung auch im laufenden Jahr fort.“

Die 21 meistbesuchten Berliner Museen und Gedenkstätten (über 200.000 Besuche):

Die von 157 Museen (2008 151) gemeldeten Besuchszahlen für das Jahr 2009 (2008) sind in der Reihenfolge für die meistbesuchten Häuser in Berlin:

Antikensammlung (Pergamonmuseum) 1.092.982 (1.298.216),
Haus am Checkpoint Charlie 865.000 (850.000),
Deutsches Historisches Museum 806.552 (766.661),
Jüdisches Museum Berlin 755.675 (758.975),
Stiftung Deutsches Technikmuseum (mit Spectrum, Archenhold-Sternwarte, Zeiss-Großplanetarium und Zucker-Museum 607.412 (567.222),
Altes Museum mit Ägyptischem Museum 530.591 (nach Nofretete-Umzug ins Neue Museum, 1.080.223),
Museum für Naturkunde 500.000 (547.947),
Topographie des Terrors (Schließzeit wg. neuer Open-Air-Ausstellung) 470.000 (520.000),
Denkmal für die ermordeten Juden Europas (nur Ort der Information) 457.000 (456.500), Schloss Charlottenburg 420.048 (mit Nebengebäuden, 390.562),
DDR-Museum 398.592 (308.874),
Gedenkstätte Berliner Mauer 371.128 (304.600) (nur in der Ausstellung im Dokumentationszentrum gezählt – ohne Veranstaltungen im Besucherzentrum und Besuche auf dem großen Freigelände, weitere 152.215 (123.178) in der Versöhnungskapelle),
Gemäldegalerie/Kulturforum 343.396 (305.394),
Neue Nationalgalerie 326.401 (294.059),
Gedenkstätte Hohenschönhausen 314.306 (248.793),
Alte Nationalgalerie 313.256 (240.433),
Deutscher Dom – Ausstellung zur Parl. Demokratie in Deutschland 311.289 (203.554),
Freilichtmuseum Domäne Dahlem 300.000 (60.978),
Neues Museum 292.862 (Neueröffnung am 16.10.2009),
Bodemuseum 250.747 (282.480),
Story of Berlin 220.000 (220.000).

Die vier meistbesuchten Ausstellungshäuser in Berlin

Von den befragten Ausstellungshäusern mit insgesamt (1.235.238) Besuchen sind die meistbesuchten der Martin Gropius-Bau mit 549.000 (470.000), das Postfuhramt 200.000 (2008 ohne Angabe), die Deutschen Guggenheim mit 130.000 (109.000) und die Temporären Kunsthalle 98.000 (27.687).

Über den bundesweiten Trend und Vergleich hat das Institut für Museumsforschung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in diesen Tagen ihre umfassende Studie vorgelegt. (Kontakt: 030 8301460)

Rückfragen an Rainer E. Klemke (030-90 228 540), Rainer.klemke@kultur.berlin.de