Berlin ist Beobachtungsgebiet

Pressemitteilung vom 25.11.2016

Nachdem sechs bestätigte Nachweise der Geflügelpest vom Subtyp H5N8 bei Schwänen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und weitere zwei Verdachtsfälle bei Möwen in den Bezirken Mitte und Treptow-Köpenick aufgetreten sind, ist davon auszugehen, dass der Erreger nicht nur lokal am Landwehrkanal auftritt, sondern auch in weiteren Teilen des Stadtgebiets zirkulieren könnte.

Aus diesem Grunde ist das Beobachtungsgebiet nun auf die gesamte Fläche des Landes Berlin ausgedehnt worden.

Bis auf Widerruf dürfen aus dem Beobachtungsgebiet keine Vögel verbracht werden. Auch Vögel, die in Berlin erworben wurden oder durch das Tierheim vermittelt worden sind, müssen innerhalb der Berliner Stadtgrenzen verbleiben.

Des Weiteren ist das Geflügel im Land Berlin in Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung zu halten. Die Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen schreibt für Geflügelhaltungen darüber hinaus die Einhaltung bestimmter Biosicherheitsmaßnahmen, wie das Anlegen von Schutzkleidung und die Hand- und Stiefeldesinfektion vor.

Dazu gelten in den eigens ausgewiesenen Sperrbezirken neben dem Verbringungsverbot von Vögeln und Bruteiern von dem Ort der Haltung unter anderem auch die Leinenpflicht für Hunde und ein Verbot des Freilaufenlassens von Katzen.

Wie jedes Grippevirus verbreitet sich das Virus der Geflügelpest schneller, je enger der Tierkontakt ist. Wildvögel sollten aus diesem Grunde nicht über die Empfehlungen des Artenschutzes hinaus gefüttert werden, um die Ansammlung mehrerer Tiere zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für Wasservögel, bei denen das Virus besonders häufig auftritt.

Nach wie vor ist das Virus der Geflügelpest vom Subtyp H5N8 noch nicht als auf den Menschen über-tragbar in Erscheinung getreten. Für die Zubereitung von Geflügel, auch in der Weihnachtszeit, gelten die üblichen Regeln der Küchenhygiene. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat hierzu ein Merkblatt veröffentlich:
Bundesinstitut für Risikobewertung

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsämter der Bezirke