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Ärger beim Weihnachtsshopping im Internet? Online-Schlichter hilft bei Problemen mit Online-Händlern

Pressemitteilung vom 11.12.2015

„Wer online einkauft, sollte sich auch online beschweren können. Besonders beim Weihnachtsshopping im Internet ist es ärgerlich, wenn nach dem Kauf nicht alles reibungslos läuft. Papierlos, unkompliziert und kostenlos hilft der Online-Schlichter bei der Problemlösung. Ein verbraucherfreundlicher Service mit einer Erfolgsquote von fast 70 Prozent“, so Sabine Toepfer-Kataw, Staatssekretärin für Verbraucherschutz.

Seit Oktober 2012 fördert die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz den Online-Schlichter. Berliner Verbraucherinnen und Verbraucher können hier Streitigkeiten, die nach Vertragsabschluss mit Online-Händlern entstehen, kostenlos schlichten lassen.

Als neutraler Stelle steht der Online-Schlichter zwischen Verbraucher und Unternehmen. Der Service ist unabhängig und für alle Parteien kostenlos. Das Verfahren findet online über www.online-schlichter.de statt und hilft bei Unstimmigkeiten diese außergerichtlich zu lösen.

Jährlich fördert die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz den Online-Schlichter mit 20.000 Euro. Gefördert wird das Projekt auch von den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sowie den Wirtschaftspartnern Trusted Shops, den DEVK Versicherungen und dem Bundesverband Direktvertrieb Deutschland.
Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Online-Schlichters ist, dass mindestens eine der beiden Parteien, also Verbraucher oder Unternehmen, ihren Wohn- bzw. Geschäftssitz in einem der angeschlossenen Bundesländer oder aber ein Bezug zu einem der beteiligten Wirtschaftspartner haben.

Zahlen: Im Zeitraum vom 28.11.2012 bis zum 21.12.2014 gingen insgesamt 2.857 Fälle beim Online-Schlichter ein. 578 Fälle davon hatten einen Bezug zum Land Berlin. Die Erfolgsquote des im gesamten Zuständigkeitsbereich der Schlichtungsstelle liegt bei 69,12 Prozent. Der durchschnittliche Streitwert lag bei 418,96 Euro. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Beschwerdeeingang über die Einigung bis hin zur Umsetzung des Ergebnisses, z.B. der erfolgten Rückerstattung, liegt bei 57,29 Tagen.