Vereinfachtes Antragsverfahren hilft Opfern von Gewalttaten

Pressemitteilung vom 29.05.2015

Roland Weber, Opferbeauftragte des Landes Berlin, begrüßt das jetzt eingeführte vereinfachte Antragsverfahren, mit dem Opfer von Gewalttaten ihre Ansprüche nach dem Opferentschädigungsgesetz geltend machen können.
„Der Kurzantrag, den die Berliner Polizei und das Versorgungsamt des Landesamtes für
Gesundheit und Soziales jetzt entwickelt haben, macht es Opfern von Gewalttaten wesentlich leichter, die Leistungen, die das Gesetz vorsieht, auch zu beantragen. Denn wer Opfer einer Gewalttat geworden ist, hat zunächst andere Sorgen als komplizierte Formulare auszufüllen“.

Zum Hintergrund: Das Opferentschädigungsgesetz („Gesetz über die Entschädigung für die Opfer von Gewalttaten“) legt fest, dass Anspruch auf Versorgung hat, wer durch einen vorsätzlichen, rechtswidrigen, tätlichen Angriff an der Gesundheit geschädigt ist. In Berlin haben
jedoch nur 7,09 Prozent der Betroffenen einen entsprechenden Antrag gestellt. Damit liegt das Land Berlin im Ländervergleich auf dem vorletzten Platz vor Bremen. Hessen liegt an der
Spitze mit 21,36 Prozent.
„Für mich gehört es auch zum Opferschutz, Betroffenen bei der Durchsetzung ihrer Rechte größtmögliche Hilfestellung zu bieten, zum Beispiel durch leicht verständliche Formulare. Ich möchte mich deshalb ausdrücklich bei Polizei und Versorgungsamt bedanken, “ erklärte der Opferbeauftragte.

Roland Weber
Opferbeauftragter
des Landes Berlin