Relaunch des Info-Compass: Überarbeitete Website mit Informationen für Geflüchtete online

Pressemitteilung vom 25.11.2016

Das Informationsportal Info-Compass.net ist nach einer umfassenden Überarbeitung neu gestartet. Die Internetplattform bietet geflüchteten Menschen in Berlin vielfältige Informationen zur Bewältigung ihres Alltags und hilft dabei, Unterstützungsangebote in ihrer Umgebung zu finden. In der neuen Version wird die Beteiligung von geflüchteten Menschen an der Datensammlung und Aktualisierung noch einfacher. Zudem können mehrsprachige Informationen jetzt leichter über die sozialen Netzwerke verbreitet werden. Das Portal ermöglicht auch die einfache Erstellung und den Ausdruck von Info-Flyern in den von geflüchteten Menschen gesprochenen Sprachen.

Der Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja: „Wir nehmen den Info-Compass als außerordentlich unterstützend wahr. Er bietet Flüchtlingen eine wichtige Orientierungshilfe bei den ersten Schritten in einer neuen Umgebung und unterstützt auch auf lange Sicht eine gelingende Integration. Der Neustart der Infoplattform macht es Geflüchteten und ehrenamtlichen Helfern und Initiativen leichter, sich selbst zu organisieren und sich zu beteiligen. Dadurch werden die Hilfsstrukturen insgesamt entlastet.“

Die Informationsplattform Info-Compass ist im Herbst 2015 entstanden, unterstützt durch die Albatros gGmbH und den Integrationsbeauftragten des Bezirksamtes Reinickendorf. Initiator des Projekts war die Designgruppe place/making. Nun wird das Projekt gemeinsam mit dem Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. – dem Dach- und Fachverband der Nachbarschaftshäuser, Begegnungsorte, Mehrgenerationenhäuser und Stadtteilzentren in Deutschland – weiterentwickelt. Es wird derzeit aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie finanziert und richtet sich sowohl an geflüchtete Menschen als auch an Ehrenamtliche und professionelle Unterstützer, die gleichermaßen auf ein dichtes und aktuelles Informationsangebot angewiesen sind. Die Webplattform wird durch haupt- und ehrenamtliche Helfer gepflegt, darunter auch Geflüchtete selbst.

Zusätzlich zur neu gestalteten Website entwickelt das Projekt Begegnungsräume für den Austausch zwischen geflüchteten Menschen und engagierten Bürgern. Im Rahmen der Initiative werden dazu in Flüchtlingsunterkünften sogenannte Info-Points eingerichtet, an denen die Kontaktaufnahme, Beteiligung und Zusammenarbeit zwischen Geflüchteten und der Stadtgesellschaft unmittelbar möglich ist. Der erste Info-Point wurde in der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Carl-Bonhoeffer-Klinik in Reinickendorf eröffnet.

Weitere InfoPoints sind in Tempelhof (im Begegnungscafé im ehemaligen Flughafen), Spandau, Lichtenberg und Pankow in Planung.