Senator Czaja begrüßt neuen Pflegehelfer-Kurs für Flüchtlinge

Pressemitteilung vom 14.10.2016

Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja freut sich über eine neue Entwicklung im Pflegebereich. Neben dem landeseigenen Vivantes-Konzern bietet auch die Diakonie Flüchtlingen eine Qualifizierung zum Pflegehelfer an. Im Oktober startet der Diakonie-Pflege Verbund Berlin bereits zum 2. Mal einen solchen Kurs. Er bietet 17 Geflüchteten aus unterschiedlichen Herkunftsländern eine neue Chance und der Pflege in Berlin engagierten Nachwuchs.

Mario Czaja: „Pflegehelferinnen und Pflegehelfer haben eine wichtige Aufgabe. Sie betreuen, begleiten und aktivieren Menschen im Alter und leisten so einen wichtigen Beitrag zu ihrer Lebensqualität. Sie decken ein breites Spektrum von Tätigkeiten ab, das neben der Grundpflege auch die hauswirtschaftliche Versorgung und die Beschäftigung der betreuten Menschen umfasst. Dafür braucht es spezielle Kenntnisse, die sie in einer qualifizierten Ausbildung erwerben. Dass diese Ausbildung nun auch geflüchteten Menschen ermöglicht wird, ist für beide Seiten eine große Chance. Menschen, die neu in unser Land gekommen sind, bekommen hier die Chance, über eine bedeutungsvolle eigenverantwortliche Tätigkeit in unsere Gesellschaft hinein zu wachsen. Pflegebedürftige kommen in Kontakt mit hochmotivierten Kräften, die ihren Alltag bereichern und ihren Horizont erweitern können. Dies ist eine Win-Win-Situation, die weiter Schule machen sollte. Ich hoffe, dass das Angebot der Pflegehelfer-Ausbildung für Geflüchtete im Pflegebereich viele Nachahmer findet.“

Neben pflegerischem Wissen werden in der 720-stündigen Ausbildung der Diakonie auch deutsche Sprachkenntnisse vermittelt. Nach Abschluss des Kurses werden den Absolventen Arbeitsplätze in den Diakonie-Stationen des Diakonie-Pflege Verbundes und anderen diakonischen Trägern angeboten. Voraussetzung ist die Anerkennung als Asylberechtigte und die damit verbundene Arbeitserlaubnis.