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Registrierte Flüchtlinge erhalten „Welcome to Berlin-Ticket“

Pressemitteilung vom 28.10.2015

Ab heute haben Flüchtlinge, Verkehrsunternehmen und Verwaltung Klarheit über die Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs für neuankommende Flüchtlinge und Asylbewerber. An den Registrierungsstellen Turmstraße, Kruppstraße und Bundesallee erstellt und verteilt die BVG „Welcome to Berlin-Tickets“ für die Flüchtlinge, die an diesen Standorten registriert werden.

Damit wird eine Entscheidung des Senats von letzter Woche umgesetzt. Flüchtlinge erhalten für die Zeit, in der sie zur Wohnsitznahme in der Erstaufnahmeeinrichtung verpflichtet sind und lediglich Anspruch auf Sachleistungen haben, ein personalisiertes Ticket, das in den Verkehrsmitteln von BVG und S-Bahn Berlin sowie allen anderen Verkehrsunternehmen im Tarifbereich Berlin AB gültig ist. Der Fahrschein wird als Sachleistung an jeden Flüchtling ausgegeben und das Taschengeld um den Anteil für Verkehrsdienstleistungen gekürzt. Das Ticket ist zunächst für drei Monate gültig und nicht übertragbar.

Bereits seit der vergangenen Woche erhalten Flüchtlinge, die auf eine Registrierung warten, ein Armband, das sie bis zum Termin der Registrierung zur Benutzung des ÖPNVs berechtigt. Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die nicht mehr in einer Erstaufnahmeeinrichtung wohnen müssen, bekommen einen Berlinpass und können dann selber entscheiden, ob sie den ÖPNV nutzen und sich dafür ein Berlin-Ticket-S oder Einzeltickets aus ihren laufenden Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz kaufen.

Sozialsenator Mario Czaja dazu: „Wir haben hier gemeinsam eine unbürokratische Regelung auf den Weg gebracht, die das Verfahren vereinfacht und allen Seiten zugutekommt.“

„Ich bin sehr froh, dass wir eine Lösung zur ÖPNV-Nutzung der Flüchtlinge gefunden haben“, sagt Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, BVG-Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb.

Ebenfalls am heutigen Mittwoch erscheint eine aktualisierte Auflage des englisch-arabischen BVG-Faltblatts für Flüchtlinge. Darin sind alle Informationen zur neuen Ticketregelung bereits enthalten. In dem eigens überarbeiteten Netzplan sind weiterhin die wichtigsten Anlaufstellen für Flüchtlinge markiert, die jeweiligen Fahrhinweise finden sich ebenfalls in Arabisch und Englisch in einer Legende.

Pressekontakt:

Regina Kneiding, Pressesprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Tel.: (030) 9028-1135
E-Mail: pressestelle@sengs.berlin.de

Markus Falkner, Pressesprecher der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
Tel.: (030) 256-27901
E-Mail: pressestelle@bvg.de