Berliner Stadtmission startet Pilotprojekt - Notunterkunft für Flüchtlinge in Wärmelufthallen

Pressemitteilung vom 28.11.2014

Die Berliner Stadtmission setzt in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin, vertreten durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), erstmals Wärmelufthallen zur kurzfristigen Unterbringung von Flüchtlingen ein. Das Pilotprojekt ist keine Einrichtung im Bereich der Erstaufnahme oder von Gemeinschaftsunterkünften, sondern eine Hilfe in akuter Not angesichts der hohen Anzahl von täglich neu ankommenden Flüchtlingen in Berlin, für die es in den ersten Tagen keine Plätze in einer regulären Unterkunft gibt. In der jetzt beginnenden kalten Jahreszeit können in dieser Notunterkunft ab sofort bis Ende April 2015 zwischen 250 und 300 Flüchtlinge untergebracht werden. Besondere Härten und Obdachlosigkeit sollen so verhindert werden.

Zwei Wärmelufthallen mit zusammen 2.500 Quadratmetern Grundfläche befinden sich auf dem Gelände des Poststadions in der Kruppstraße in 10557 Berlin. Die Berliner Stadtmission will darin Menschen, die ihre Heimat verloren haben, kurzzeitig eine warme und sichere Unterkunft anbieten. Sie sollen zur Ruhe kommen und Rückzugsmöglichkeiten erhalten. In die Wärmelufthallen werden optisch abgeschlossene Schlafabteile für je sechs Personen eingebaut, ausgestattet mit Tisch, Stühlen, sechs Betten und einem Schrank für persönliche Gegenstände. Bereiche für Kinder zum Spielen und Aufenthaltsorte für Erwachsene, separate Plätze zum Essen und Küchen schaffen tagsüber Raum für Begegnung oder Rückzug. Entsprechend der Zahl der Flüchtlinge stehen genügend WC’s und Duschen bereit. In den Wärmelufthallen befinden sich auch die Büros der Mitarbeiter der Berliner Stadtmission. Sie bieten insbesondere für die Kinder integrationspädagogische Tagesangebote an, ganztägige Betreuung und sind Ansprechpartner für große und kleine Bewohner.