Mittel für HIV-Schnelltests gesichert

Pressemitteilung vom 29.11.2013

Am 1. Dezember ist Weltaidstag. Wenige Tage zuvor ist es der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales gelungen, die Mittel für HIV-Schnelltests im Haushalt 2014/2015 zu sichern. Diese Schnelltests sind bei der Früherkennung ein wichtiges Instrument. Je früher eine HIV-infizierte Person medikamentös eingestellt wird, desto länger kann sie mit der Infektion leben. In einem Berliner Kooperationsprojekt mit Laufzeit von September 2011 bis November 2012 wurden insgesamt 4.500 Menschen mit dem Angebot von HIV-, Syphilis- und HCV-Tests erreicht. Die Nutzer hatten dabei vor allem den Wunsch, sich auf HIV testen zu lassen.
„Nach Auslaufen der Förderung dieser Schnelltests durch Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin ist es uns dank der fraktionsübergreifenden Unterstützung gelungen, ausreichend Mittel im Haushalt 2014/15 für die Schnelltests einzustellen.“, sagt Mario Czaja , Senator für Gesundheit und Soziales. „Damit sind die Schnelltests gesichert, wenn der Haushalt verabschiedet wird, wovon ich ausgehe. Aufklärung über die Krankheit bleibt eine elementare Aufgabe. Wir haben in Berlin eine gute Infrastruktur von niedrigschwelligen Angeboten zur Hilfe, Beratung und Prävention von HIV/Aids.“ Im Rahmen des Integrierten Gesundheitsprogramms (IGP) fördert die Senatsgesundheitsverwaltung in diesem Jahr zwölf Projekte im Handlungsfeld HIV/Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden mit einer Gesamtfördersumme von rund 2,1 Millionen Euro. Auf die Berliner Aids-Hilfe entfällt dabei mit mehr als 650.000 Euro die größte Summe.

Ende 2012 lebten in Berlin dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge rund 15.000 Menschen mit HIV/Aids. Rund 13.000 davon sind Männer, 2.100 Frauen. Die mit 11.000 Personen größte Gruppe unter den Infizierten besteht aus Männern, die Sex mit Männern haben (MSM). Über heterosexuelle Kontakte haben sich 2.100 Menschen angesteckt, 1.700 Menschen haben sich über den Gebrauch von Drogen angesteckt. Im Jahr 2012 haben sich laut dem RKI in Berlin 383 Menschen neu infiziert. Das sind sieben (7) weniger als im Vorjahr. Die größte Risikogruppe bleibt die der Männer, die Sex mit Männern haben. In dieser wurde bei 278 Personen 2012 das Virus zum ersten Mal nachgewiesen. Das RKI schätzt, dass in Berlin circa 2.300 Menschen mit dem Virus leben, ohne es zu wissen. Bundesweit sind es rund 14.000. Jeder vierte hat sich nach diesen Schätzungen erst im Laufe des Jahres 2012 angesteckt.