Grenzwert für Blei im Trinkwasser ab dem 1. Dezember 2013 herabgesetzt

Pressemitteilung vom 28.11.2013

Die Qualität des Trinkwassers wird in Deutschland durch die Trinkwasserverordnung geregelt (TrinkwV 2001). Zum gesundheitlichen Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher hat der Gesetzgeber festgelegt, dass der Grenzwert für Blei ab dem 1. Dezember 2013 auf 10 Mikrogramm pro Liter gesenkt wird. Damit endet eine zehnjährige Übergangsfrist, in der Wasserversorger und Hauseigentümer bleihaltige Leitungsrohre austauschen konnten. Bei einem Verbleib von Bleileitungen kann dieser Grenzwert künftig nicht mehr eingehalten werden.

Für die Qualität des Trinkwassers in der Hausanschlussleitung (Zuleitung von der Straße bis zum Wasserzähler) sind die Berliner Wasserbetriebe (BWB) verantwortlich. Von den BWB wurden daher seit 2005 straßenweise alte Bleileitungen ausgetauscht. Grundstücks- und Hauseigentümer haben die Auswechslung des Teils der Hausanschlussleitung innerhalb ihres Grundstücks und im Gebäude durchführen zu lassen. Vermieter, die Bleirohre in der Hausinstallation bis zum 1. Dezember 2013 nicht ausgewechselt haben, müssen die betroffenen Mieterinnen und Mieter schriftlich oder per Aushang darüber informieren. Die Informationspflicht gilt unabhängig vom tatsächlichen Bleiwert im Trinkwasser.

Für die Überwachung der Umsetzung dieser Anforderungen an die Trinkwasserinstallation sind die bezirklichen Gesundheitsämter zuständig.

Weitere Informationen sind einem Merkblatt für Haus- und Wohnungseigentümer zum Thema Bleileitungen in der Trinkwasserinstallation auf folgender Internetseite des LAGeSo zu entnehmen:
/lageso/gesundheit/gesundheitsschutz/trinkwasserhygiene/rechtsvorschriften/index.php Das Umweltbundesamt informiert ausführlich auf folgender Internetseite:
http://www.umweltbundesamt.de/presse/presseinformationen/trinkwasser-wird-bleifrei-neuer-grenzwert-fuer-blei Weitere Informationen: http://www.lageso.berlin.de